Vorlage - 4426/14

Betreff: Ausbau eines Schultraktes der Grundschule Fredenberg Goerdeler Str. 39, 38228 Salzgitter zu einer zweigruppigen Kindertagesstätte
hier: Projektfeststellung, Ausführungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51-Jugendamt-   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
26.08.2004 
21. Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses an Verwaltung zurück verwiesen   
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
08.09.2004 
24.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Umwelt und Stadtplanung Vorberatung
15.09.2004 
28. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtplanung ungeändert beschlossen   
Bauausschuss Vorberatung
22.09.2004 
26.Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bauauschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
21.10.2004 
56. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Finanzausschuss Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.      Die Stadt errichtet auf dem Gelände der Grundschule Fredenberg durch Umbau des Traktes 1 eine zweigruppige Kindertagesstätte im Rahmen der Stadtsanierung “Soziale Stadt Fredenberg”.

 

2.      Die Baukosten werden mit 554.250,00 Euro und die Kosten für die Einrichtungsgegenstände mit 63.800,00 Euro festgestellt.

 

3.      Die Trägerschaft ist einer Trägerin oder einem Träger der freien Jugendhilfe zu übertragen. Die Verwaltung wird beauftragt, die Durchführung der Maßnahme unverzüglich nach Eingang der förderungsrechtlichen Bescheide der Bezirksregierung Braunschweig vorzunehmen und eine Entscheidung über die Trägerschaft herbeizuführen.

 

4.      Die Beschlüsse zu 1 – 3 ergehen unter dem Vorbehalt einer grundsätzlichen Bewilligung von Fördermitteln für anteilige Baukosten in Höhe von 500.931,15 Euro, die aus dem Bedarf des Sanierungsgebietes entstehen, aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der grundsätzlichen Anerkennung von 50 % der anteiligen Baukosten, die aus dem Bedarf des Sanierungsgebietes entstehen, durch die Bezirksregierung Braunschweig als der städtebaulichen Gesamtmaßnahme “Soziale Stadt Fredenberg” zurechenbar. Sollten EFRE - Mittel nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen, ergehen die Beschlüsse zu 1 – 3 unter dem Vorbehalt der grundsätzlichen Anerkennung des der Sanierung zuzurechnenden Baukostenanteiles in Höhe von 500.931,15 Euro durch die Bezirksregierung Braunschweig als der städtbaulichen Gesamtmaßnahme “Soziale Stadt Fredenberg” zurechenbar.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Gem. § 24 Sozialgesetzbuch – Achtes Buch (SGB VIII) hat jedes Kind von der Vollendung des dritten Lebensjahres bis zur Einschulung einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Die Verwaltung geht davon aus, dass im Schnitt etwa 90 % der Eltern den Anspruch ihrer Kinder geltend machen. Auf dieser Grundlage weist die Kindertagesstättenprognose 2004 – 2008 (siehe Vorlage 4291/14) für die Stadt Salzgitter – gesamt – einen Versorgungsgrad von 67 %, für die Ortschaft Nord einen Versorgungsgrad von 64 % und für den Planbezirk 012 (Fredenberg mit Bruchmachtersen) einen Versorgungsgrad von 58 % aus. Zu berücksichtigen sind nicht nur die in den Statistiken genannten drei- bis sechsjährigen Kinder. Durch die gesetzliche Regelung “mit der Vollendung des dritten Lebensjahres” und “bis zur Einschulung” müssen mehr als vier Jahrgänge berücksichtigt werden.

 

Die bereits in Betrieb befindlichen Kindertagesstätten am Fredenberg wurden für ein Einzugsgebiet über die räumlich eingegrenzten Flächen “Soziale Stadt Fredenberg” hinaus errichtet und gewährleisten die Kindertagesstättenversorgung für Fredenberg und Umgebung. Es sind zurzeit folgende drei Kindertagesstätten in Betrieb:

 

Tabelle 1:

 

Einrichtung

 

Anschrift

Platzzahl

Kindergarten

Andere Angebote

 

 

 

 

Fredenberg

 

Erich-Ollenhauer-Str. 185, 38228 SZ

100 Plätze

0 Plätze

Friedenskirche

 

Hans-Böckler-Ring 5, 38228 SZ 1)

112 Plätze

10 Plätze

Regenbogenland

 

Dürerring 27, 38228 SZ

100 Plätze

35 Plätze

1) bis 31.07.2004 à 92 Kindergartenplätze und 10 Hortplätze; Angebot wie oben befristet bis 31.07.2005

 

Im Rahmen des Investitionscontrollingverfahrens wurde das Zahlenmaterial mit Stand 31.08.2003 ermittelt. Danach sind die vorhandenen Plätze nicht ausreichend, wie dies aus den Wartelisten zu ersehen ist (siehe folgende Tabelle 2):

 

Tabelle 2:

Einrichtung

Wartelisten 31.08.2003

 

Summe Planbezirk 012

Nur Sanierungsgebiet

 

 

 

Fredenberg

 

127 Kinder

71 Kinder

Friedenskirche

 

109 Kinder

68 Kinder

Regenbogenland

 

122 Kinder

71 Kinder

Summe:

 

358 Kinder

210 Kinder

 

Nach Mitteilung des Referates für Sonderaufgaben und Statistik wohnten mit Stand 30.04.2003 insgesamt 372 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren im statistischen Bezirk 062 (Fredenberg), davon 318 Kinder (= 85,48 %) im Bereich des Sanierungsgebietes.

 

Anhand der vorliegenden Zahlen ist festzustellen, dass die geplante Kindertagesstätte nicht einmal alle Kinder aus dem Bereich des Sanierungsgebietes aufnehmen kann. Es ist dann immer noch ein Fehlbedarf von 160 Plätzen vorhanden.

 

Bauliche Ausführung:

 

Das zur Verfügung stehende Schulgebäude verfügt über einen ca. 2,10 m hohen Erschließungstrakt (Raumhöhe) ,der  sich an der Längsseite des ca. 3,00 m hohen Klassentraktes (Raumhöhe) anfügt. Der vor den Eingängen befindliche niedrige und diese Seite des Gebäude verdunkelnde alte, überdachte Gang wird umgestaltet. Die Betonmauer und das Überdach werden abgerissen, der Zugang zur zukünftigen Kita dadurch offener, freundlicher und kleinkindgerechter. Des weiteren ist dadurch die Schaffung eines neuen, notwendigen Windfangs möglich. Der Haupteingang wird in die Mitte des Gebäudes gelegt. Von dort gelangt man in den Garderobenbereich, der sich dann in einen Gemeinschaftsbereich weitet.

Um diesen auch für die Verwirklichung von pädagogischen Konzepten wertvollen Raum zu schaffen, wird die bestehende Mittelwand teilweise abgerissen. An diesen Bereich schließen Büro der Leitung, Personalraum, Küche und notwendige Funktionsräume an. Die beiden  großen Gruppenräume und ihre persönlichen Abstellmöglichkeiten befinden sich jeweils zur linken und rechten Seite der Gemeinschaftsfläche. Sie verfügen über eine großzügige Fensterfläche zum Osten, sowie ein Lichtband zum Westen. Hierbei ist anzumerken, dass die Fenster und ihre Anordnung unverändert bleiben und so vorrangegangene Sanierungen unangetastet bleiben. Die Wasch- u. Toilettenräume der Kinder befinden sich ebenfalls in dem flacheren Gebäudeteil und sind von der jeweiligen Gruppe aus zu erreichen. Vom Waschraum ist ein Zutritt (Außentür) zum Spielbereich ermöglicht. Der Außenbereich ca.850 m² wird umgestaltet und umlaufend umwehrt. Der Zugang zur Turnhalle und ein Teil der Fahrradständer bleiben, für die Allgemeinheit erhalten.

Für Gartengeräte und Außenspielgeräte wird ein Holzabstellhaus aufgestellt.

 

Die Grundkonstruktion und die Außenhüllflächen bleiben weittestgehend erhalten. Im Inneren werden vorwiegend wiederverwendbare und natürliche Baustoffe verwand. Freundliche, helle Farben tragen zum Wohlfühlklima bei.

 

Raumprogramm:

 

Gruppenraum              2* ca. 55m²                 (dann auch für integrative Gruppen nutzbar)

Kleingruppenarbeit      2* ca. 10 m²

WC/ Waschen                        2* ca. 23 m²                (4 Waschbecken,2 WCs, Dusche, Wickelmögl.)

Abstellen                     2* ca.   6 m

 

Garderobe                   2* ca. 10 m²                (je Gruppe)

Abstellen                          ca. 10 m²

Gem. Fläche/

Flurzone                          ca. 60 m²                 (verschieden nutzbar)

Büro                                ca. 12 m²

Personal                          ca. 23 m²

Küche                              ca. 29 m²

Lager                               ca.   7 m²

Putzmittel                        ca.   9 m²

B- WC                             ca.   8 m²

P- WC                             ca.   8 

                                   

ca. 374 m²         NNF

ca. 444 m²         BGF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baukosten (incl. 16% MWSt):

 

100      Grundstück                                     -

 

220      Erschließung                               4.100,00 €

 

300      Baukonstruktion                      273.200,00 €                           mit Teeküche

 

400      Techn. Anlagen                       115.300,00 €

-          Heizung/ Sanitär

-          Elektro

 

500      Außenanlage                             57.650,00 €

-          Plaster

-          Entwässerung

-          Bepflanzung/ Spielgeräte

-          Gerätehaus

-          Zaun/ Tore

 

610      Einrichtung                                63.800,00 €

 

700      Baunebenkosten                     104.000,00 €

                                                             618.050,00 €

 

Wenn die Architektenleistungen durch das Hochbauamt der Stadt erbracht werden, vermindert sich der Honoraranteil der KG 700 um 63.000,00 €.

 

 

Das Projekt hat das Verfahren zum Investitionscontrolling durchlaufen.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die Baukosten für die 50 Kindertagesstättenplätze sollen wie folgt finanziert werden:

 

Als Folge der Vorhaben im Bereich des Bebauungsplanes „Lich-17“ ist ein zusätzlicher Bedarf von 25 Kindertagesstättenplätzen ausgelöst worden. Dieser Bedarf soll nach der Begründung des o.a. Bebauungsplanes durch die Errichtung einer Kindertagesstätte in Fredenberg gedeckt werden; dies ist bislang noch nicht erfolgt. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages nach § 11 BauGB wurde vor Beginn der Erschließung des o.a. Baugebietes mit einem Investor die Übernahme von anteiligen Investitionskosten für 4,81 Kindertagesstättenplätze in Höhe von 75.255,00 € vereinbart. Durch die Errichtung der Kindertagesstätte auf dem Gelände der Grundschule Fredenberg wird zunächst dieser anteilige Bedarf gedeckt. Die anteiligen Baukosten für 4,81 Kindergartenplätze betragen 53.318,85 Euro. Dieser Baukostenanteil und die anteiligen Kosten für die Einrichtung der Kindertagesstätte werden durch eine Zahlung in Höhe von 75.255,00 Euro auf Grund des o. a. Vertrages nach Inbetriebnahme der Kindertagesstätte gedeckt. Für die Finanzierung der übrigen Baukosten in Höhe von 500.931,15 Euro sind EFRE - Fördermittel und die Anerkennung der Einzelmaßnahme im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt Fredenberg“ beantragt worden. Im Falle einer positiven Bescheidung des EFRE - Antrages beträgt die Förderung 50 % des Baukostenanteiles in Höhe von 500.931,15 Euro. Die andere Hälfte kann im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt Fredenberg“ mit dem Land abgerechnet werden. Die Förderung mit Städtebauförderungsmitteln beträgt dann 2/3 der durch EFRE – Mittel nicht gedeckten Kosten, die der Sanierungsmaßnahme „Fredenberg“ zuzurechnen sind. Sollte wegen fehlender EFRE – Mittel eine Bewilligung nicht erfolgen, beträgt die Förderung aus Städtebauförderungsmitteln 2/3 der Baukosten, die der Sanierungsmaßnahme „Soziale Stadt Fredenberg“ zuzurechnen sind.

 

Die Kosten für die Einrichtung der Kindertagesstätte sind in keinem Fall förderungsfähig.

 

Die laufenden Betriebskosten sind auf Grund der Erfahrungen mit anderen zweigruppigen Kindertagesstätten mit ca. 107.000 Euro jährlich zu veranschlagen und setzen sich wie folgt zusammen:

 

Tabelle 3:

Personalkosten

 

133.500 Euro

Sachkosten

 

31.000 Euro

Abzüglich Elternbeiträge

 

32.160 €uro

Abzüglich Finanzhilfe Land Niedersachsen

 

25.340 Euro

Kosten

 

107.000 Euro

 

 

Haushaltsstelle

6157.95000
4640.94210

Bezeichnung

Soziale Stadt Fredenberg
Kita Fredenberg (Einrichtung)

Haushalt

 

VerwHH

(zutrff. bitte ankreuzen)

x

VermHH

Ausgaben

im HH-Jahr 2004/05

Folgekosten

 

618.050,00

107.000,00 jährlich

Einnahmen

im HH-Jahr 2004/05

künftige Mehreinnahmen

 

492.697,61

 

Deckung

durch Ansatz 2005

4640.94210 = 63.800,00

 

durch HAR

6157.95000 = 554.250,00

Deckung bei üpl./apl.

 

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

Die Städtebauförderung beträgt 2/3  von 250.465,57 = 166.977,04 Euro. Ohne EFRE - Förderung beträgt die Städtebauförderung 2/3 von 500.931,15 Euro = 333.954,10 Euro. Die Zahlung aus dem Städtebaulichen Vertrag beträgt 75.255,00 Euro.

 

 

Anlagen:

Anlagen:

Lageplan

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
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