Vorlage - 4480/14

Betreff: Radweg an der Kreisstraße 40 zwischen Salzgitter-Lichtenberg und Salzgitter-Salder
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66-Tiefbauamt-   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
02.11.2005 
35. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Nordwest Vorberatung
09.11.2005 
21. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordwest geändert beschlossen   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Vorberatung
09.11.2005 
10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
17.11.2005 
68. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt ”Radweg an der Kreisstraße 40 zwischen SZ – Lichtenberg und SZ – Salder” vom 02.06.2004 mit einer Kostensumme von 250.000€ fest.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Heutige Situation

 

Bei der letzten Verkehrszählung auf der Kreisstraße 40 (K 40) wurde an der Kreuzung ”An der Heerstraße / John-F.-Kennedy-Straße / Burgberstraße” in Salzgitter – Lichtenberg eine Verkehrsbelastung von 5.560 Kfz/24h gezählt. An der Kreuzung ”Mindener Straße / Museumstraße / L 472” wurden 5.780 Kfz/24h gezählt. Gemäß den ”Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) 95” soll ab einer Verkehrsbelastung der Straße von maximal 2.500 Kfz/24h der Radverkehr nicht mehr auf der Fahrbahn geführt werden. Die hohe Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs in Verbindung mit der steigenden Verkehrsbelastung führt zu einer zunehmenden Gefährdung der Radfahrer.

Aus diesem Grund ist der Bau eines von der Fahrbahn getrennten Radweges entlang der K 40 dringend erforderlich.

Im alltagstauglichen Radwegenetz für die Stadt Salzgitter ist dieser Streckenabschnitt als dringend erforderlicher Lückenschluss der Verbindung Osterlinde – Lichtenberg – Salder – Gebhardshagen mit hoher Priorität enthalten.

 

Auf der Strecke von Lichtenberg nach Salder sind bereits zwei Wegabschnitte vorhanden. An der Kreuzung ”An der Heerstraße / John-F.-Kennedy-Straße / Burgberstraße” in Salzgitter – Lichtenberg beginnt auf der nördlichen Straßenseite ein etwa 200m langer Radweg, der beim Ausbau der Kreuzung entstanden ist. An der Sukopsmühle beginnt auf der südlichen Straßenseite ein asphaltierter Feldweg, der im Zuge des Baus der A 39 entstanden ist. Diese Abschnitte werden für die geplante Radwegverbindung genutzt.

 

 

 

2. Geplanter Zustand

 

Der geplante Radweg beginnt an dem auf der nördlichen Straßenseite bereits vorhandenen kurzen Teilstück. An dieses wird hinter der vorhandenen Baumreihe ein 2,50m breiter Radweg mit einer Asphaltbefestigung angebaut. Die Linienführung verläuft auf dem ersten Teilstück nicht parallel zum Fahrbahnrand, sondern versucht die vorhandenen Feldhecken zu umgehen und zu erhalten.

Nach etwa 700m trifft der Radweg auf einen bereits vorhandenen Feldweg, der etwa 230m bis zur nördlichen Sukopsmühle führt. Dieser Feldweg ist zur Zeit mit einer wassergebundenen Befestigung versehen. Für die zukünftige Mischnutzung von landwirtschaftlichem Verkehr und Radverkehr wird der Weg mit einer 3,00m breiten Asphaltbefestigung versehen.

Es ist vorgesehen, dass die Radfahrer im Bereich der Einmündung des aus SZ - Bruchmachtersen kommenden Feldweges die Fahrbahn der K 40 überqueren und auf dem bereits vorhandenen Feldweg weiterfahren. Dieser asphaltierte Feldweg verläuft auf einer Strecke von etwa 880m direkt hinter dem vorhandenen Straßengraben.

Im Bereich der Einmündung der K 9 auf die K 40 wird eine Verbindung zwischen dem Radweg und der Fahrbahn geschaffen.

Am bestehenden Ende des parallelen Feldweges wird dieser in einer Breite von 3,00m über eine Strecke von ca. 500m in Richtung SZ – Salder verlängert. Etwa 60m vor der Kreuzung ”Mindener Straße / Museumstraße / L 472 wird der Weg direkt an den Fahrbahnrand verschwenkt, da hier die Mischnutzung des Weges endet. Auf den verbleibenden 60m wird der Weg mit einem Hochbord von der Fahrbahn getrennt geführt.

 

Der neue Weg wird gemäß RStO 01 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen) befestigt. In den Abschnitten, die sowohl von den Radfahrern, als auch vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden, ist folgender Aufbau vorgesehen:

 

 

                      10cm     Asphalttragdeckschicht

                      15cm     Schottertragschicht

                      30cm     Frostschutzschicht

                      55cm     Gesamtaufbau

 

 

In den Abschnitten, die nur von Radfahrern genutzt werden, ist folgender Aufbau vorgesehen:

 

                        8cm     Asphalttragdeckschicht

                      15cm     Schottertragschicht

                      17cm     Frostschutzschicht

                      40cm     Gesamtaufbau

 

 

Die Entwässerung des Radweges erfolgt in den bestehenden Straßengraben. Im Bereich des mit Hochbord von der Fahrbahn getrennten Radweges über eine einreihige Gosse mit Straßenablauf und Anschluss an den vorhandenen öffentlichen Kanal.

 

Für den erforderlichen Grunderwerb wurde mit den Eigentümern und Pächtern eine grundsätzliche Einigung erzielt.

 

 

Naturschutz / Begrünung

 

Beim Bau des Radweges werden ca. 3.100m² Fläche versiegelt und 4 Bäume gefällt. Außerdem werden etwa 250m² Feldhecken entfernt. Diese Eingriffe in  Natur und Landschaft müssen durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden.

 

Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden zwischen Station 340 und Station 500 sowie zwischen Station 1040 und 1350 Baumreihen gepflanzt. Die vorhandene Baumreihe zwischen Station 1520 und 1600 wird ergänzt. Zwischen Station 1690 und 2070 werden neue Feldhecken angeordnet.

In der gutachtlichen Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde zu diesem Projekt sind Vorgaben für die Ersatz- und Ausgleichspflanzungen enthalten.

Gemäß dieser Vorgaben werden die Baumreihen mit Feldahorn (Acer campestre) gepflanzt. Für die Feldhecken werden folgende Arten ausgewählt: Kornelkirsche (Cornus mas), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Weißdorn (Crataegus monogyna), Liguster (Ligustrum vulgare), Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), Schlehe (Prunus spinosa), Hundsrose (Rosa carnina), Salweide (Salix caprea), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) und Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus). Die einzelnen Büsche werden versetzt angeordnet, sodass ein 2,00m breiter Streifen bepflanzt wird.

 

Der gesamte Streckenabschnitt der K 40 zwischen SZ – Lichtenberg und SZ – Salder wurde als möglicher Lebensraum des Feldhamsters eingestuft. Aus diesem Grund wurden die Seitenbereiche der Straße im Mai 2004 durch das Ingenieurbüro LaReG überprüft. Es wurden keine Feldhamster gefunden.

Im Zuge der Projektaufstellung lag das Projekt vom 17.04.03 – 20.05.03 öffentlich aus. Einwendungen konnten bis zum 04.06.03 erhoben werden. Während dieses Zeitraums ist eine Einwendung eingegangen und wurde bei der weiteren Bearbeitung des Projektes berücksichtigt.

Weiterhin wurden die Landwirtschaftskammer, das Amt für Agrarstruktur, das Landvolk, die Leitungsträger und die evangelische Landeskirche (Gemeinden und die Landeskirche in BS) über das Vorhaben informiert und deren Hinweise bei der Planung berücksichtigt. Insofern ist die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens gemäß § 74 Verwaltungsverfahrensgesetz entbehrlich.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

 

Haushaltsstelle

6500.95076

Bezeichnung

Radweg entlang K 40

Haushalt

X

Vermögenshaushalt

(zutrff. bitte ankreuzen)

 

 

Ausgaben

im HH-Jahr 2006

Folgekosten

 

250.000 €

Ca. 1.100 € / Jahr

Einnahmen

im HH-Jahr 2006

künftige Mehreinnahmen

 

162.500 €

 

Deckung

durch Ansatz 2005

200.000 €

 

durch HAR

20.728,53 €

Deckung bei üpl./apl.

durch Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben incl. HAR bei

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

Die noch erforderlichen 30.000 € sind für den Haushalt 2006 angemeldet.

 

Investitionskosten

 

Kostenträger für die Baumaßnahme ist die Stadt Salzgitter.

Folgende Kosten wurden ermittelt:

 

            Straßenbau:                                               215.875 €

            Grunderwerb                                               34.125

 

            Gesamtkosten:                                          250.000 €

 

 

 

Folgekosten

 

Für die spätere Haushaltsführung ist für den Straßenbau nach der Fertigstellung mit einem Unterhaltungsaufwand von jährlich ca. 1.100 € zu rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:

 

            Personalkosten                       ca. 520 €

            Materialkosten                         ca. 430 €

            Maschineneinsatzkosten        ca. 150 €

 

 

GVFG-Förderung

 

Für das Straßenbauprojekt wurde im Jahr 2004 ein Förderantrag gestellt. Es liegt ein Bescheid über die Förderung des Projektes in Höhe von 65% der zuwendungsfähigen Kosten vor.

 

 

Straßenausbaubeiträge

 

Da die Maßnahme im Bereich der freien Strecke der K40 liegt, können keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden.

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersichtslageplan M 1 : 25.000

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtslageplan (1298 KB)      
Stammbaum:
4480/14   Radweg an der Kreisstraße 40 zwischen Salzgitter-Lichtenberg und Salzgitter-Salder   66-Tiefbauamt-   Beschlussvorlage
0243/15   Radweg an der Kreisstraße 40 zwischen Salzgitter-Lichtenberg und Salzgitter-Salder   66-Tiefbauamt-   Beschlussvorlage
0904/15   Radweg an der Kreisstraße 40 zwischen Salzgitter-Lichtenberg und Salzgitter-Salder   66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr   Beschlussvorlage