Vorlage - 4969/14

Betreff: Abschluss eines Modernisierungs- und Instandsetzungsvertrages über Gebäudesanierungs- und Wohnumfeldmaßnahmen am Einkaufszentrum 'Gaußstraße 24' in Salzgitter-Lebenstedt/Fredenberg im Rahmen der Stadtsanierung 'Soziale Stadt/Fredenberg'
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:61.4 -Referat für Soziale Stadt u. Sanierung-   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
01.12.2004 
27.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Umwelt und Stadtplanung Vorberatung
01.12.2004 
31. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtplanung ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
09.12.2004 
60. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.      Die Stadt schließt mit der Eigentümergemeinschaft (WEG) Gaußstraße - vertreten durch die Preussag Immobilien GmbH (PSI) - einen Modernisierungs- und Instandsetzungsvertrag über Maßnahmen der äußeren Sanierung und Gestaltung der Außenanlagen (Wohnumfeldgestaltung) am Einkaufszentrum „Gaußstraße 24“ in Salzgitter-Lebenstedt/Fredenberg.

 

2.      Im Rahmen des Vertrages fördert die Stadt die Maßnahme in dem finanziellen Volumen von 583.371,68 Euro mit 40 % der nachgewiesenen Kosten - höchstens jedoch mit 233.348,68 Euro.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Sanierung Soziale Stadt Salzgitter-Fredenberg

 

Mit dem Ratsbeschluss vom 25. April 2001 zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes Salzgitter-Lebenstedt/Fredenberg wurde gleichzeitig mit dem Ergebnis der  vorbereitenden Untersuchungen ein Maßnahmekatalog als Handlungskonzept und Sanierungsprogramm beschlossen, das für die Durchführung der Einzelmaßnahmen zugrunde zu legen ist. Im Rahmen dieses beschlossenen integrierten Handlungskonzeptes wurde besonders der Verbesserung des Einkaufszentrums Fredenberg - mit dem Ziel der Attraktivitätssteigerung des Wohnstandortes Fredenberg und des Erhaltes und Sicherung der Nahversorgungsfunktion für den Ortsteil Fredenberg - besondere Priorität zugeordnet. In der Fortschreibung des integrierten Handlungskonzeptes Soziale Stadt Fredenberg aus dem Jahre 2004 ist dies weiter präzisiert und die Maßnahme „Sanierung des Einkaufszentrums“ explizit im Kosten-Maßnahmeplan aufgeführt worden.

 

Gemeinschaftsprojekt Soziale Stadt Salzgitter-Fredenberg – Preussag Immobilien GmbH

 

Die Eigentümerin des Einkaufszentrums Gaußstraße 24 ist die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) Gaußstraße, vertreten durch die Preussag Immobilien GmbH (PSI) Salzgitter. Bei der Sanierung des Ortsteils Fredenberg war von Beginn der Gesamtmaßnahme deutlich, dass die privaten Eigentümer im Fredenberg ihrer Verantwortung gerecht werden und ihren Anteil zur Realisierung der Sanierungsziele tragen müssen.

 

Bewohnerbeteiligung und Gründung einer Werbegemeinschaft Einkaufszentrum-Fredenberg e.V.

 

Die WEG Gaußstraße hat zusammen mit der Stadtverwaltung das Sanierungskonzept für das Einkaufszentrum, unter Beteiligung der Mieterinnen und Mieter, entwickelt. Somit ist es gelungen, ein zukunftsweisendes und für beide Parteien erfolgreiches Sanierungskonzept für das Einkaufszentrum zu erstellen.

Neben der Sanierung des Einkaufszentrums gehört zu dem umfassenden Sanierungskonzept auch die Gründung der Werbegemeinschaft Einkaufszentrum Fredenberg e.V. durch die Eigentümer und Gewerbetreibenden.

 

Erläuterungsbericht

 

Passagen und Arkaden

 

Die Konzeption geht von der Gesamtidee aus, durch die Neugestaltung und Aufwertung des Einkaufszentrums diesen Ort als Zentrum des Fredenberg attraktiv zu erhalten. Die Elemente der vorhandenen Architektur werden aufgenommen und verstärkt, nicht kaschiert; neue Materialien geben der Passage ein modernes Gepräge.

Da das Einkaufszentrum mit dem Marktplatz ein Ort der Begegnung ist, wird die Identifizierung der Nutzer mit diesem Teil ihres Wohnumfeldes verstärkt. Damit verbunden ist die Stärkung des Standorts für Handel und Dienstleistung, denn diese  geplante Umgestaltung ist zugleich ein Signal der Eigentümer, der Ladenbesitzer und der Dienstleistungsbetriebe, diesen Standort dauerhaft attraktiv erhalten zu wollen. Geschehen wird dies durch die Aufwertung der Fassaden und Arkaden, durch neue Fassaden-, Decken-, und Bodenelemente. Durch eine helle, freundliche und moderne Beleuchtung und durch neue Eingangssituationen in die Passagen- und Arkadenbereiche. Zudem werden die öffentlichen und privaten Bereiche besser voneinander getrennt und attraktiver gestaltet, wie z.B. die Treppenaufgänge.

 

Marktplatz

 

Der Marktplatz mit seinen anliegenden Geschäften der Nahversorgung ist ein Teil des Wohnumfeldes der Menschen, die in direkter Nachbarschaft wohnen. Somit sind diese  Räume durch die tägliche Nutzung als wesentliche Faktoren der sozialen Kommunikation anzusehen. Durch die qualitätsvolle, praktisch orientierte Gestaltung sowie eine optimale Ausleuchtung und Verwendung von modernen pflegeleichten und vandalensicheren Materialien sollen die  Verkehrs- und Aufenthaltsflächen für die Nutzer übersichtlich und sicher sein, darüber hinaus aber auch eine freundliche Atmosphäre haben.

Die Ausweitung von Sitzflächen an bevorzugten Stellen der Marktplatzarkaden steigern  zudem die Aufenthaltsqualität. Die Gestaltung des Marktplatzes mit den mehrfach nutzbaren Flächen für den ruhenden Verkehr bzw. Marktstandplätzen gliedert den Raum überschaubar.

Der Übergang von den Arkaden zum tiefer gelegenen Marktplatz schafft eine Fassung des Raumes, die Maßstäblichkeit vermittelt. Der Marktplatz mit seinen mehrfach nutzbaren Flächen wird somit zu einem überschaubaren Raum. Dabei sollen auch hier gezielt Bepflanzung und Beleuchtung eingesetzt werden.

 

Zusammenfassung

 

Eine Steigerung der Attraktivität des bestehenden Einkaufszentrums Gaußstraße stärkt die lokale Wirtschaft und den Handel.

Die Identifikation der Bewohner des Einkaufszentrums mit ihren Wohnungen und vor allem mit dem Wohnumfeld wird gefestigt.

Durch die Aufwertung des Wohnumfeldes entsteht eine Verbesserung des Wohnwertes, außerdem wird sie auch zum Abbau von Angst-Räumen beitragen und das Sicherheitsgefühl erhöhen.

 

Kostenberechnung Zusammenstellung der Kostengruppen (DIN 276)

 

 

 

 

KG StLB-Nr.

Kostengruppen (KG) nach DIN 276

 

EUR

 

 

 

 

100 / 1

Grundstück

Summe

 

 

 

 

 

200 / 1

Herrichten und Erschließen

Summe

 

 

 

 

 

300 / 1

Bauwerk – Baukonstruktion

Summe

236.277,50

 

 

 

 

 

400 / 1

Bauwerk - Technische Anlagen

Summe

19.155,00

 

 

 

 

 

 

500 / 1

Außenanlagen

Summe

165.653,00

 

 

 

 

 

 

600 / 1

Ausstattung und Kunstwerke

Summe

 

 

 

 

 

 

 

700 / 1

Baunebenkosten

Summe

81.821,12

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassung (netto)

Summe

502.906,62

 

Zusammenfassung (brutto)

Summe

583.371,68

 

Bauzeit

 

Die Baumaßnahme soll im Frühjahr 2005 begonnen werden und dann in 3 Bauabschnitten im Jahre 2007 abgeschlossen sein.

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Haushaltsstelle

6157.95000

Bezeichnung

Soziale Stadt Fredenberg

Haushalt

 

VerwHH

(zutrff. bitte ankreuzen)

x

VermHH

Ausgaben

im HH-Jahr 2004

Folgekosten

 

233.348,68 €

 

Einnahmen

im HH-Jahr 2005-2007

künftige Mehreinnahmen

 

155.550,23 €

 

Deckung

durch Ansatz 2004

 

 

durch HAR

 

Deckung bei üpl./apl.

durch Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben incl. HAR bei

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

Die Förderung des Landes der Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt/Fredenberg“ mit Städtebauförderungsmitteln beträgt 66,66 %

 

 

Anlagen:

Anlagen:

Lageplan

Entwurfspläne

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 2 1 öffentlich Lageplan 66 (6353 KB)      
Anlage 1 2 öffentlich AnlagePlanentwurf (1313 KB) PDF-Dokument (600 KB)