Vorlage - 5472/14

Betreff: Erschließung des Baugebietes Moränenweg in Salzgitter-Lebenstedt (Leb 132, 1.Änderung)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66-Tiefbauamt-   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
06.04.2005 
30. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Vorberatung
13.04.2005 
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
21.04.2005 
64. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen     
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt einschließlich der öffentlichen Grünfläche, des Lärmschutzwalles und des Kinderspielplatzes der Preussag Immobilien GmbH vom Februar 2005 für die Maßnahme “ Erschließung des Baugebietes Moränenweg in Salzgitter-Lebenstedt (Leb 132, 1.Änderung)” mit einer Kostensumme von 856.000 € fest.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Heutige Situation

 

Das Plangebiet liegt im Westen von Salzgitter-Lebenstedt im Zentrum des Stadtteils Fredenberg. Es wird im Osten durch die Erich-Ollenhauer-Straße, im Süden durch den geplanten Grünzug, im Westen durch einen Stichweg und im Norden durch den Moränenweg begrenzt. Es umfasst insgesamt ca. 51.500 m² einer derzeit ungenutzten Brachfläche.

 

2. Geplanter Zustand

 

Ziel der Maßnahme ist die Erschließung von Wohnbauflächen unter Berücksichtigung des rechtskräftigen Bebauungsplanes Leb 132, 1.Änderung.

 

Das Baugebiet wird durch vier in Nord-Süd-Richtung verlaufende Stichstraßen sowie fußläufig durch die in Nord-Süd bzw. West-Ost-Richtung verlaufenden Grünzüge erschlossen. Dabei wird ein Kinderspielplatz in das Grünkreuz integriert. Der Verkehrslärm der Erich-Ollenhauer-Str. wird durch einen Lärmschutzwall abgeschirmt.

 

2.1 Entwurfselemente

 

Die neuen Erschließungsstraßen werden zunächst im Teilausbau hergestellt.

 

Der Straßenquerschnitt hat im Einmündungsbereich zum Moränenweg einer Gesamtbreite von 8,00 m. Bei den Baustraßen 1609, 1610 und1611 setzt dieser sich zusammen aus einem überfahrbaren Gehweg (1,50 m breit), einer direkt höhengleich anschließenden Fahrbahn (3,50 m breit), einem Parkstreifen (2,00 m breit) und einem Gehweg (1,50 m breit).

Der Straßenquerschnitt der Baustraße 1608 setzt sich zusammen aus einem Schutzstreifen (0,50 m breit), einer direkt höhengleich anschließenden Fahrbahn (5,00 m breit) und einem Gehweg (2,50 m breit).

 

Im weiteren Verlauf werden die Baustraßen 1608, 1609, 1610 und 1611 verschwenkt und der Straßenquerschnitt reduziert sich auf 5,00 m (Straßenverkehrsmischfläche mit einer Mittelgosse).

 

Den Abschluß der Straßenzüge bildet eine Wendeanlage an der ein 2,00 m breiter Rad- und Gehweg als Verbindung zum Grünzug anschließt.

 

Die vorhandene Fahrbahn des Moränenweges wird von 7,50 m auf 6,15 m reduziert um wie im Bebauungsplan festgesetzt die Nebenanlagen auf der Südseite wie folgt herzustellen: eine 5,00 m tiefe Parkfläche zur Senkrechtaufstellung, die zusätzlich straßenbegleitende Begrünung, Aufstellfläche für Wertstoffsammelcontainer und eine Bus-Haltestelle der KVG aufnimmt. Es schließt daran ein 2,00 m breiter Gehweg an.

 

Der im Grünzug verlaufende Weg setzt sich zusammen aus einem jeweils 2,00 m breiten Gehweg und Radweg.

 

2.2 Oberbau

 

Die neuen Verkehrsflächen werden gemäß der RStO (Richtlinie für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen ) befestigt.

 

Die einzelnen Verkehrsflächen werden wie folgt befestigt:

 

Fahrbahn / überfahrbarer Gehweg (Fertigstellung) :

 

                8 cm Betonverbundsteinpflaster (Fahrb.: grau; überfahrb. Gehweg: rot; Gehweg: grau)

                3 cm Splitt

                8 cm bituminöse Tragschicht

              15 cm Schottertragschicht

              16 cm Frostschutzschicht

50 cm Gesamtaufbau

 

Mischverkehrsfläche :

 

                8 cm Betonverbundsteinpflaster (grau)

                3 cm Splitt

                8 cm bituminöse Tragschicht

              15 cm Schottertragschicht

              16 cm Frostschutzschicht

50 cm Gesamtaufbau

 

kombinierter Geh- und Radwege:

 

                8 cm Betonverbundsteinpflaster (grau)

                3 cm Splitt

              15 cm Schottertragschicht

              14 cm Frostschutzschicht

              40 cm Gesamtaufbau

 

Gehweg, Radweg (Grünzug)

 

                8 cm Betonverbundsteinpflaster (Gehweg: grau; Radweg: anthrazit)

                3 cm Splitt

              15 cm Schottertragschicht

              14 cm Frostschutzschicht

              40 cm Gesamtaufbau

 

 

2.3 Entwässerung

 

Die Entwässerung erfolgt über 2-reihige bzw. 3-reihige Gossen aus Betongossensteinen mit entsprechendem Anschluss an den Regenwasserkanal.

Im Bereich des Grünzuges wird das anfallende Regenwasser der befestigten Flächen über Mulden versickert (Zwangsüberlauf mit Anschluss an die RW-Kanalisation).

 

2.4 öffentlich Grünflächen, Lärmschutzwall und Kinderspielplatz

 

Die öffentlichen Grünflächen sowie der Lärmschutzwall erhalten eine Raseneinsaat. Um die Grünflächen aufzulockern, werden einige Gruppen kleinkroniger Bäume gepflanzt. Zur Verringerung des Pflegeaufwandes wird auf Sträucher und Bodendecker völlig verzichtet. Die in Teilbereichen des Grünzugs vorhandene Vegetation soll weitgehend erhalten werden. Im öffentlichen Teil des Lärmschutzwalles (Westseite) werden zwei bis drei Gruppen einheimischer Sträucher angepflanzt.

 

Der Kinderspielplatz (KSP) am Moränenweg soll zukünftig den Bedarf in der näheren Umgebung abdecken. Zielgruppe sind Kleinkinder und Kinder bis zum Alter von 8 (bis 10) Jahren. Spielplätze  für ältere Kinder befinden sich –fußläufig gut zu erreichen- ca. 300 m in östlicher Richtung am Hans-Böckler-Ring und weitere 300 m Richtung Osten am Schulzentrum Fredenberg (die “Spielerlebniswelt”).

 

Der Kinderspielplatz wird eine Turm-Kletter-Kombination mit Edelstahlrutsch, ein Wackeltier, eine Wippe, einen Sandspielbereich mit Sandtisch und Hocker sowie eine Sitzgruppe für Erwachsene erhalten. Der Fallschutzbereich wie auch der Sandspielbereich werden mit Sand 0/2 angefüllt. Als Schattenspender werden zwei einheimische  und ungiftige Bäume gepflanzt. Durch bauliche Maßnahmen (sog. dogstop) an den zwei Zugängen wird ein Zutritt von Hunden verhindert.

 

Der Lärmschutzwall wird entsprechend der Festlegungen im Bebauungsplan gestaltet.

 

3. Durchführung

 

Der Baubeginn soll kurzfristig erfolgen. Die Erschließung des Baugebietes erfolgt in 3 Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt umfasst den nordwestlichen Teilbereich zwischen Erich-Ollenhauer-Str. und dem Grünzug. Den zweiten bzw. dritten Bauabschnitt bilden die Baustraßen 1610 und 1611.

 

4. Naturschutz

 

Eingriffe in Natur und Landschaft nach § 7 des Nds. Naturschutzgesetzes sind nicht vorgesehen.

 

5. Öffentliche Auslegung

 

Auf eine öffentliche Auslegung kann verzichtet werden, da der Bebauungsplan Leb 132, 1. Änderung bereits ausgelegen hat und rechtskräftig ist.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 

Haushaltsstelle

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Bezeichnung

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Haushalt

 

 

(zutrff. bitte ankreuzen)

 

 

Ausgaben

im HH-Jahr

Folgekosten

 

 

7.588,- € (siehe unten)

Einnahmen

im HH-Jahr

künftige Mehreinnahmen

 

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Deckung

durch Ansatz

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durch HAR

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Deckung bei üpl./apl.

durch Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben incl. HAR bei

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

 

 

 

Die Maßnahme soll durch den Erschließungsträger Preussag Immobilien GmbH kostenfrei für die Stadt Salzgitter kurzfristig durchgeführt werden.

 

Die Baukosten wurden in folgender Höhe ermittelt:

 

            Straßenbau (Teilausbau)         157.000 €

            Straßenbau (Fertigstellung)    352.000 €

            Straßenbeleuchtung                100.000 €

            Grünfläche, Lärmschutzwall   267.000 €

            Spielplatz                                  80.000 €

 

            Gesamtkosten                         856.000 €

 

 

Folgekosten

 

Für die spätere Haushaltsführung ist für den Straßenbau nach der Fertigstellung mit einem Unterhaltungsaufwand von jährlich ca. 4.988,- € zu rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:

 

            2.347,- € Personalkosten

            1.956,- € Materialkosten

               685,- € Maschineneinsatzkosten

 

Für die Straßenbeleuchtung ist jährlich mit Folgekosten in Höhe von ca. 2.600,- € zu rechnen. Diese setze sich folgendermaßen zusammen:

 

            1.500,- € Betriebskosten (Strom)

               550,- € Sachkosten (Ersatzlampen)

               550,- € Personalkosten

 

Die jährlichen Folgekosten für den Spielplatz betragen 2.500,- €, für die Grünverbindung 4.100,- € und für den Lärmschutzwall 1.100,- €.

 

Beiträge

 

Seitens der Stadt Salzgitter werden keine Beiträge erhoben.

Anlagen:

Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtslageplan (1007 KB)