Vorlage - 5589/14

Betreff: Soziale Stadt Salzgitter-Lebenstedt Fredenberg: Umgestaltung und Erneuerung des Spielplatzes Hüttenring zu einem Bürgerpark
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:06-Referat für Stadtentwicklung Beteiligt:EB 70 - Städtischer Regiebetrieb SRB Salzgitter
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
04.05.2005 
31. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Vorberatung
11.05.2005 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses ungeändert beschlossen   
Betriebsausschuss SRB Vorberatung
17.05.2005 
22. Öffentliche / nichtöffentliche Sitzung des Werksausschusses SRB      
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
19.05.2005 
Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
19.05.2005 
65. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

 

Beschlussvorschlag:

 

1.      Die Stadt gestaltet den Spielplatz Hüttenring im Rahmen des Förderprogramms "Soziale Stadt Salzgitter-Lebenstedt Fredenberg“ gemäß beiliegendem Projektplan in einen Bürgerpark um.

 

2.      Die Kosten des Projektes werden mit 67.015,03 Euro festgestellt.

 

3.      Die Beschlüsse zu 1. und 2. ergehen unter dem Vorbehalt einer grundsätzlichen Gewährung von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der grundsätzlichen Förderfähigkeit im Rahmen der Städtebauförderung.

Sollten EFRE-Mittel nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen, ergehen die Beschlüsse zu 1. und 2. unter dem Vorbehalt der grundsätzlichen Förderfähigkeit und Zurechenbarkeit zur städtebaulichen Gesamtmaßnahme soziale Stadt Salzgitter-Lebenstedt Fredenberg.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Sanierung Soziale Stadt Salzgitter-Lebenstedt Fredenberg

 

Mit dem Ratsbeschluss vom 25. April 2001 zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes Salzgitter-Lebenstedt Fredenberg im Rahmen der Förderkomponente Soziale Stadt wurde gleichzeitig mit den vorbereitenden Untersuchungen ein Maßnahmenkatalog als Sanierungskonzept und Sanierungsprogramm beschlossen, das der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen zugrunde zu legen ist.

 

Im Rahmen dieses beschlossenen integrierten Handlungskonzeptes wurde der Verbesserung des öffentlichen Raumes mit dem Ziel der Attraktivitätssteigerung des Wohnstandortes besondere Priorität zugeordnet.

 

Beteiligungsprozesse im Rahmen des Projektes Soziale Stadt-Lebenstedt Fredenberg

 

Bewohnerbeteiligung ist einer der wichtigsten Bausteine bei der Umsetzung des Programms Soziale Stadt.

Die Projektentwicklung und Umsetzung ist ohne Bewohnerbeteiligung nicht zielgerichtet durchführbar und führt nicht zu einer nachhaltigen Wirkung und Akzeptanz der Projekte in der Bewohnerschaft, so dass vor dem Hintergrund der kosten- und ressourcensparenden Projektumsetzung im Rahmen der Projekte zur Sozialen Stadt die Durchführung der Bewohnerbeteiligung eine unmittelbare Projektvoraussetzung darstellt.

 

Die Stadt Salzgitter zeigt mit den durchgeführten Beteiligungsprojekten im Rahmen der Sozialen Stadt, dass sie den § 22e NGO vorbildlich umsetzt, nach dem die Gemeinden bei Planungen und Vorhaben, die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, diese in angemessener Weise beteiligen sollen.

 

Bürgerpark Hüttenring „Bewohner planen mit“

 

Der in den letzten Jahren stark in Anspruch genommene und dadurch extrem abgenutzte Spielplatz Hüttenring soll im Rahmen des Programms Soziale Stadt Salzgitter–Lebenstedt Fredenberg  erneuert und zu einem Bürgerpark aufgewertet werden.

Bewohner/innen aus Fredenberg haben im Jahr 2004 Kontakt zum Stadtteilmanagement aufgenommen und auf den Missstand aber auch auf die Bedeutung des Bereiches für Fredenberg aufmerksam gemacht.

 

Der Spielplatz hat eine sehr wichtige Funktion in Fredenberg. Er ist einer der bedeutendsten öffentlichen Freiraumbereiche und somit als Treffpunkt für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen wichtig und zum Zweiten der größte Spielbereich im Ortsteil.

 

Grundprinzip der Sozialen Stadt Salzgitter-Lebenstedt Fredenberg ist es, Projekte mit den Bewohnern ‑ den späteren Nutzern ‑ gemeinsam zu entwickeln und zu planen.

Deshalb wurden Bewohner/innen Fredenbergs durch das Stadtteilmanagement unter dem Motto „Bewohner planen mit“ an der Projektplanung beteiligt.

So wurde zusammen mit Landschaftsplanern und der Fachverwaltung der neue Bürgerpark entwickelt.

 

Von November 2004 bis Februar 2005 wurden die Ideen und Planungen in drei aufeinander aufbauenden Veranstaltungen entwickelt. Ergebnis war eine Vielzahl an kreativen und umsetzungsorientierten Ideen und Vorstellungen des zukünftigen Bereiches.

 

Anschließend haben sich die Fachleute daran begeben, die Ideen und Vorschläge aus dem Ortsteil in einen Vorentwurf zu „übersetzen“. Der Vorentwurf wurde dann wieder im Ortsteil zur Diskussion gestellt. Erneut war eine große Anzahl an Bewohnerinnen und Bewohnern erschienen, um die Planungen für „ihren Bürgerpark“ in Augenschein zu nehmen, Anregungen zu geben, zu diskutieren und noch einmal die Möglichkeit zu haben, sich einzubringen.

Die Bewohner/innen zeigten sich besonders erfreut darüber, dass der Entwurf auf Basis ihrer Vorschläge entwickelt worden war und mehr darstellt als nur einen Spielplatz.

In dem Entwurf bekommt der Bereich neben den neuen Spielmöglichkeiten die Funktion eines Bürgerparkes zugewiesen.

 

Baubeschreibung

 

Lage und Größe

 

Der Bürgerpark Hüttenring ‑ eine 8.000 m² große Freifläche östlich des Schulzentrums ‑ liegt im Sanierungsgebiet Soziale Stadt Salzgitter-Lebenstedt Fredenberg. Im Westen der Freifläche befindet sich die Fuß- und Radwegverbindung Fredenberg - Salzgittersee, südlich schließt Geschosswohnungsbau, östlich Einfamilienhausbebauung an.

 

Bestand

 

Bei der Freifläche handelt es sich um einen großen Spielplatz, der 1979 angelegt wurde. Auf der Fläche befinden sich zum Teil große, eingesprenkelte Sandflächen mit unterschiedlichen Spielangeboten, ein Bolzplatz, Wege und Pflasterflächen Strauchabpflanzungen und ein Baumbestand.

Diverse Spielgeräte wurden bereits in den letzten Jahren aufgrund fehlender Verkehrssicherheit abgebaut. Der Zustand der verbliebenen teilweise nachgerüsteten Spielgeräte, der Pflege- und Unterhaltungsaufwand sowie die Wünsche der Bewohner/innen und Kinder machen die Umgestaltung der Freifläche erforderlich.

 

Konzept

 

Das Konzept basiert auf den Ergebnissen der umfassenden Beteiligung und der besonderen räumlichen und funktionalen Qualität als zentraler Spiel- und Ortsteilplatz. Die stadträumliche Qualität und die Spiel- und Aufenthaltsqualität sollen verbessert werden. Der Bestand wird soweit möglich erhalten und behutsam ergänzt.

 

Ziele

 

1.             Entwicklung eines Bürgerparks mit unterschiedlichen Angeboten für Jung und Alt. Die Fläche soll zu einem im Ortsteil zentralen Bürgertreff entwickelt werden und gleichzeitig attraktive und phantasievolle Spielangebote bieten.

 

2.             Der Bolzplatz soll in seiner Funktion erhalten bleiben.

 

3.             Integration der Ergebnisse und Wünsche die im Rahmen der Bewohnerbeteiligung entwickelt wurden (Funktionskonzeption, etc.) sowie Berücksichtigung des Bestandes (Vegetation, Wegflächen, etc.)

 

Entwurf Bürgerpark Hüttenring

 

Die Um- und Neugestaltung der Freifläche konzentriert sich schwerpunktmäßig auf den nördlichen Bereich.

An die Fuß- und Radwegverbindung angelehnt, verbreitert sich der bestehende Fußweg zu einer befestigten Platzfläche. Bänke, Tische und Sitzsteine laden zum Verweilen und Aufenthalt ein.

 

Die Lage der Sitzelemente bietet sowohl Sonnen- als auch Schattenbereiche zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten.

Vom „Bürgerplatz“ ist die gesamte Freifläche und die Spiellandschaft zu überblicken.

Ein weiterer Sitzbereich für Eltern und Betreuungspersonen der Kinder befindet sich nördlich der Spiellandschaft. Diese Fläche geht direkt in den Sandbereich über.

Der vorhandene Fußweg zum Brassertweg, der südliche Verbindungsweg sowie der Hauptweg zum Hüttenring (Eingangsbereich) bleibt bestehen, wobei der Eingangsbereich verbreitert und gestalterisch aufgewertet wird.

 

Die vorgesehenen Spielgeräte sind vom TÜV und GUV geprüft und entsprechen den DIN-Normen EN 1176.

 

Geräte

 

Motto bei der Auswahl der Spielgeräte ist Balance, Motorik und Bewegung.

 

Bereits am nördlichen Eingangsbereich markiert ein drei Meter hoher achteckiger Kletterturm den Bürgerpark Hüttenring. Über unterschiedliche senkrechte Aufstiegshilfen (Kletterseil, -netz, -stange, -wand) kann das im Turm hängende Spinnennetz bestiegen werden. Von hier aus ist die Freifläche zu überblicken.

 

In der großen Spiellandschaft befindet sich als zentrales Element eine große Kletterburg. Schiefe Aufstieghilfen, eine Rutsche und die Verbindung an die Tauanlage ermöglichen unterschiedlichste Spiel- und Bewegungsabläufe. Das Gruppenspiel wird gefördert über die besondere Breite des 1,5 m hohen Podestes, der Rutsche und der Aufstieghilfen. Die Tauanlage verbindet die Kletterburg mit den Wegflächen und dem großen Spielhaus. In die Spiellandschaft integriert sind zwei Wackeltiere, eine Wippe und ein Karussell (Bestand). Die Sandfläche wird begrenzt durch Natursteinmauern oder den Pflasterflächen bzw. geht in die Rasenfläche über. Etwas abseits in der nordöstlichen Ecke der Freifläche befindet sich eine Zweierschaukel.

 

Geht man den Fußweg weiter nach Süden zum Hüttenring, so bietet ein Mikadohaufen Spaß an Balance und Bewegung.

Die größere Pflasterfläche am Weg kann zum Pflastermalen oder für Spring- und Ballspiele genutzt werden.

In der großen Sandfläche zwischen Mikadohaufen und dem südlichen Eingang wächst ein Birkenhain. Der besondere Reiz dieser Fläche liegt an der Enge der weißen Birkenstämme, der torartigen Situation am Weg und den unterschiedlichen und wild angeordneten Naturblocksteinen (Ruhe, Schatten, etc.)

 

Ganz im Süden der Freifläche befindet sich auf einer bestehenden Sandfläche ein Rundlaufschwinger. Wildes Schaukeln in der Gruppe fördert Zusammenhalt, macht Spaß und zehrt an den Kräften.

 

Die ehemals große zentrale Sandfläche wird zu einer seichten Rasenmulde modelliert. Dieser großflächige Spielrasen bietet für Jung und Alt viele Möglichkeiten für Rasenspiele.

Alle Spielbereiche sind sowohl über den randlichen „Rundweg“ als auch über den großen zentralen Spielrasen zu erreichen.

Der östlich gelegene Bolzplatz bleibt erhalten und wird planerisch nicht überarbeitet.

 

1

 

1. Finanzielle Auswirkungen

 

Kostenberechnung: Zusammenstellung der Kostengruppen (DIN 276)

 

200

Herrichten und Erschließen

6.528,00 €

500

Außenanlagen

 

510

Geländeflächen

9.075,50 €

520

Befestigte Flächen

5.373,70 €

 

530

Baukonstruktionen

7.115,00 €

540

Technische Anlagen

800,00 €

550

Einbauten

28.879,38 €

Baukostengruppe 200 + 500  gesamt Netto

57.771,58 €

16% Umsatzsteuer

9.243,45 €

Baukosten gesamt brutto

          67.015,03 €

 

Mittel stehen bei der Hhst. 6157.95000  Lebenstedt, Soziale Stadt Fredenberg  zur Verfügung.

 

Bauzeiten: die Maßnahme soll im Herbst 2005 begonnen werden.

 

2. Baukosten und Finanzierung

 

2.1 Investive Kosten

67.015,03 Euro

2.2 EFRE-Mittel (50%)

33.507,52 Euro

2.3 Städtebauförderungsmittel = 2/3 von 33.507,52

22.338,34 Euro

2.4 Eigenanteil der Stadt Salzgitter

11.169,17 Euro

 

Für die Finanzierung der investiven Kosten in Höhe von 67.015,03 Euro sind EFRE-Fördermittel beantragt worden. Im Falle einer positiven Bescheidung des EFRE-Antrages beträgt die Förderung 50% der investiven Kosten. Die andere Hälfte kann im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Soziale Stadt Fredenberg“ mit dem Land abgerechnet werden. Die Förderung mit Städtebauförderungsmitteln beträgt dann 2/3 der durch EFRE-Mittel nicht gedeckten investiven Kosten, die der Sanierungsmaßnahme „Soziale Stadt Fredenberg“ zuzurechnen sind.

 

Sollte wegen fehlender EFRE-Mittel eine Bewilligung nicht erfolgen, beträgt die Förderung aus Städtebauförderungsmitteln 2/3 der investiven Kosten, die der Sanierungsmaßnahme „Soziale Stadt Fredenberg“ zuzurechnen sind.

 

2.1 Investive Kosten

67.015,03 Euro

2.2 Städtebauförderungsmittel = 2/3 von 67.015,03

44.676,69 Euro

2.3 Eigenanteil der Stadt Salzgitter

22.338,34 Euro

 

Folgekosten

 

Da es sich um eine Sanierung / Erneuerung eines heute schon bestehenden Spielplatzes handelt, werden sich die Folgekosten durch die Sanierung / Erneuerung nicht wesentlich verändern.

 

Haushaltsstelle

6157.95000

Bezeichnung

Lebenstedt, Fredenberg, Soziale Stadt

Haushalt

 

VerwHH

(zutrff. bitte ankreuzen)

x

VermHH

Ausgaben

im HH-Jahr 2005

Folgekosten

 

67.015,03 €

keine (siehe oben)

Einnahmen

im HH-Jahr

künftige Mehreinnahmen

 

55.845,865 € bzw.

44.676,69 € ohne EFRE

Deckung

durch Ansatz

800.000 €

 

durch HAR

 

Deckung bei üpl./apl.

 

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

Die investiven Kosten belaufen sich auf eine Summe i.H.v. 67.015,03 €. Der Eigenanteil der Stadt Salzgitter beträgt davon nur 11.169,17 € mit EFRE-Förderung, ohne diese Fördermittel liegt der Eigenanteil bei 22.338,34 €.

 

 

 

 

Anlage:

Anlage:

Lageplan Bürgerpark

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
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