Vorlage - 5760/14

Betreff: Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung Th 28 für SZ-Thiede, "Lindenberg West"
Beschluss zur öffentlichen Auslegung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:61 - Fachdienst Planung   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nordost Vorberatung
24.05.2005 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordost ungeändert beschlossen   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Vorberatung
08.06.2005 
6. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses an Verwaltung zurück verwiesen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Verwaltungsausschuss stimmt dem Entwurf des Bebauungsplans mit örtlicher Bauvorschrift über Gestaltung Th 28 für SZ-Thiede, „Lindenberg West“ (Anlage 2) zu und beschließt ihn einschließlich der Entwurfsbegründung (Anlage 3) gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch zur öffentlichen Auslegung.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Das Ziel der Planung ist die Schaffung von Wohnbauflächen für ca. 130 Eigenheime am Westhang des Lindenberges. Die zügige Vermarktung des östlich gelegenen Neubaugebietes „Thieder Lindenberg“ zeigt, dass aufgrund der Attraktivität des Stadtteils Thiede sowie der verkehrsgünstigen Lage zu Braunschweig und Wolfenbüttel für diesen Standort eine große Nachfrage besteht.

 

Das Plangebiet umfasst 18 Hektar und wird im Westen durch die Frankfurter Straße, im Norden durch die ehemalige Schuttdeponie, im Osten durch den Geltungsbereich des Bebauungsplanes Th 29 für SZ-Thiede, „Thieder Lindenberg“ und im Süden durch den ehemaligen Gipsbruch begrenzt.

 

Die räumliche Nähe zum Landschaftsschutzgebiet „Thieder Lindenberg“ ermöglicht ein Baugebiet in reizvoller Lage mit einem hohen Freizeit- und Erholungswert. Die Bebauung erfolgt entsprechend der Lage am Ortsrand sowie an der Grenze zum Landschaftsschutzgebiet in aufgelockerter Form als Einzel- und Doppelhäuser. Die Traufhöhe wird auf 7 m und die Gebäudehöhe auf maximal 10 m begrenzt. Das Baugebiet wird durch einen zentralen Grünzug mit Kinderspielplatz gegliedert, der eine Fußwegeverbindung von der Frankfurter Straße aus zum Lindenbergweg ermöglicht.

 

Die Erschließung des Wohngebietes erfolgt ausschließlich von der Frankfurter Straße aus. Die innere Erschließung wird durch eine Ringstraße mit abzweigenden Stichstraßen und Einhängen gewährt. Auf der Höhe des Kreuzungsbereiches Frankfurter Straße – Heynenweg ist die Anlage einer Fußgängerampel vorgesehen, damit eine gefahrlose Querung der Frankfurter Straße für Fußgänger aus dem Baugebiet möglich ist. Zur Rückhaltung des Regenwassers wird entlang der Frankfurter Straße ein Rückhaltebecken angelegt.

 

Aufgrund des Verkehrslärms der Frankfurter Straße kann eine Wohnbebauung erst im Abstand von ca. 100 m erfolgen. Auf die Anlage eines Lärmschutzwalles oder einer Lärmschutzwand entlang dieser Straße wird verzichtet, um das Landschaftsbild nicht unnötig zu beeinträchtigen.

 

Durch die Planung entsteht ein zusätzlicher Bedarf von voraussichtlich 14 Kitaplätzen. Die vorhandenen Einrichtungen sind ausgelastet. Es bestehen Wartelisten. Aufgrund der vorhandenen Unterversorgung des Stadtteils mit Kitaplätzen und angesichts weiterer geplanter Neubaugebiete im SZ-Thiede (z.B. Th 22 „Tonkuhle“ und Th 39 „Am Bahnhof West“ ist am Westrand des Plangebietes ein Standort für eine zweigruppige Kindertagesstätte (50 Plätze) festgesetzt.

 

Der Ausgleich der Eingriffe in Natur und Landschaft durch das geplante Baugebiet erfolgt vor allem durch die Eingrünung der Randbereiche des Baugebietes mit Gehölzpflanzungen und der Gestaltung eines Ortsrandes entlang der Frankfurter Straße durch die Anlage von extensiven Grünland und einer Obstwiese mit alten Obstbaumarten.

 

Das Plangebiet liegt am Südwesthang des Thieder Lindenberges zwischen der stark befahrenen Frankfurter Straße und dem Landschaftsschutzgebiet auf der Bergkuppe. Aufgrund der Hanglage wird die Bebauung am Ortseingang von weither sichtbar sein.

Das Baugebiet bildet in Teilen den zukünftigen Siedlungsrand des Stadtteils. Auf das Gesamterscheinungsbild und die künftige Ortsansicht muss daher besonderer Wert gelegt werden. Neben den Festsetzungen des Bebauungsplans in Hinblick auf die Gebäudehöhe und Eingrünung sind für das Erscheinungsbild des Baugebietes auch die Dachform und die Farbe der Dachdeckung von Bedeutung. Die Festsetzungen der örtlichen Bauvorschrift über Gestaltung regeln die Gestaltung der Dachflächen in Bezug auf Dachneigung (max. 50°) und Dachfarbe (rote oder braune Farbtöne) sowie die Einfriedung der Baugrundstücke, damit sich das Baugebiet harmonisch in die Landschaft einfügt.

 

Erschließung und Vermarktung der Grundstücke soll durch einen Erschließungsträger erfolgen. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages wird der Investor zur Herstellung der für die Erschließung des Baugebietes erforderlichen Anlagen und zur Übernahme der Kosten verpflichtet werden, die der Stadt als Folge der geplanten Vorhaben entstehen werden, z. B. Kosten für Abwasserkanäle, anteilige Investitionskosten für Kindertagesstätte.

 

Es wird empfohlen, entsprechend der Vorlage zu beschließen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen: Nein

 

Finanzielle Auswirkungen: Nein

 

Anlagen:

Anlagen:

  1. Übersichtsplan
  2. Bebauungsplanentwurf TH 28 für SZ-Thiede, „Lindenberg West“
  3. Begründung

 

Die Anlage 2 ist der Vorlage nicht beigefügt. Sie liegt während der Beratungen zur Einsichtnahme bereit.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Th 28 Geltungsbereich (1048 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Begründung Th 28 für OL (230 KB) PDF-Dokument (151 KB)