Vorlage - 6355/14

Betreff: Dorferneuerung Engelnstedt - Ausbau der Straße Auf der Graube
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr Beteiligt:61 - Fachdienst Planung
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
07.12.2005 
36. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Vorberatung
18.01.2006 
12. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
26.01.2006 
74. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt für die Maßnahme “Dorferneuerung Engelnstedt - Ausbau der Straße Auf der Graube” vom 19.07.2005 mit einer Kostensumme von 328.500€ fest.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Stadt Salzgitter beabsichtigt im Rahmen der Dorferneuerung die Umgestaltung der Straße “Auf der Graube” in Salzgitter - Engelnstedt. Vorgesehen ist ein Teilumbau zwischen der Einmündung Peiner Straße und dem Kreuzungsbereich Vallstedter Straße. Die Ausbaulänge beträgt ca. 350 m. Vorrangiges Ziel des Bauvorhabens ist der grundhafte Ausbau dieser im Maßnahmeplan des Dorferneuerungsplanes Engelnstedt enthaltenen Straße.

 

 

Vorhandener Zustand

Die Straße "Auf der Graube” erfährt ihre Prägung durch die  vorhandene beidseitige Bebauung. Bei den vorhandenen Gebäuden handelt es sich sowohl um Einzelhäuser, als auch um Resthöfe bzw. landwirtschaftlich genutzte Gebäude. Bei der Straße handelt es sich um eine innerörtliche Haupterschließungsstraße, die zum Teil dem Durchgangsverkehr und zum Teil zur Erschließung der angrenzenden Grundstücke dient. Die  Straße stellt  eine Verbindung  zwischen der K 10 (Peiner Straße) und der K 39 (Ludwig-Erhard-Straße) dar.

Die Breite der vorhandenen Fahrbahn beträgt bis zu 8,50 m. Dadurch werden hohe Geschwindigkeiten des Kfz-Verkehrs gefördert. Sie wird damit dem Anspruch als Aufenthaltsbereich für Ihre Bewohner nicht gerecht. Durch die fehlende Trennung der weitläufigen Verkehrsflächen ist keine Zuordnung von Bereichen für den fließenden bzw. ruhenden Verkehr vorhanden. Durch den großzügigen Ausbau hat die Straße ihren dörflichen Charakter teilweise verloren. Infolge der großzügigen Ausbaubreite wird die Straße "Auf der Graube" häufig von überörtlichem PKW- und LKW-Verkehr zur Umgehung der signalisierten Kreuzung K 10/ K 39 genutzt.

Durch die durch zahlreiche Aufbrüche gekennzeichnete Fahrbahnoberfläche und die unzureichende Straßenentwässerung entstehen für die Anwohner besonders in längeren Regenwetterperioden zudem Belästigungen vielfältigster Art.

 

 

Geplanter Zustand

Für die geplanten bautechnischen Maßnahmen zur Unterstreichung des dörflichen Charakters wurden folgende Ausführungen in Anlehnung an den Maßnahmenvorschlag des Dorferneuerungsplanes gewählt:

 

-  Beibehaltung des vorhandenen Gehweges an der Nordseite

-  Fortführung des Gehweges an der Südseite vom Ortseingang bis zur Einmündung 

   “Klippstraße”

-  Anlage eines aufgelockerten Längsparkstreifens an der Nordseite

-  Einbau eines Pflasterbandes in der Fahrbahn östlich der Einmündung “Am Eichbaum”

-  Fahrbahnbefestigung aus unsichtbar verzahntem und dorfgerechtem Betonsteinpflaster

-  Befestigung des Kreuzungsbereiches “Vallstedter Straße” aus Betonsteinpflaster mit Natursteinvorsatz

-  Zufahrten aus Betonsteinpflaster gerumpelt

-  Anordnung von straßenbegleitenden Bäumen und Grünflächen

 

Die Linienführung im Grundriss wird maßgeblich durch die vorhandene Bebauung bestimmt. Dadurch bedingt erfolgt der Ausbau weitgehend auf der alten Trasse. Die Gradiente ist dem vorhandenen Gelände angepasst, um angrenzende Hauseingänge und Grundstückszufahrten höhenmäßig anschließen zu können. Für den Oberbau der Verkehrsflächen sind folgende Befestigungen gewählt worden:

 

 

Aufbau Fahrbahn (gem. RStO 01, Bauklasse IV, Tafel 1, Zeile 3)

- 10 cm Betonsteinpflaster (verzahnt, braun)

- 04 cm Brechsand-Splitt-Gemisch 0/8 mm         

- 20 cm Schottertragschicht 0/32

- 31 cm Frostschutzschicht  0/32           

-----------

- 65 cm Gesamtaufbaustärke                 

 

Aufbau Kreuzungsbereich (gem. RStO 01, Bauklasse IV, Tafel 3, Zeile 1)

- 10 cm Betonsteinpflaster mit Natursteinvorsatz

- 04 cm Brechsand-Splitt-Gemisch 0/8 mm

- 20 cm Schottertragschicht 0/32

- 31 cm Frostschutzschicht  0/32

-----------

- 65 cm Gesamtaufbaustärke

 

Aufbau Zufahrten (gem. RStO 01, Bauklasse V, Tafel 3, Zeile 1)

- 08 cm Betonsteinpflaster gerumpelt      

- 03 cm Brechsand-Splitt-Gemisch 0/8 mm                                 

- 15 cm Schottertragschicht 0/32

- 29 cm Frostschutzschicht  0/32           

-----------

- 55 cm Gesamtaufbaustärke                 

 

Aufbau Parkplätze (gem. RStO 01, Bauklasse V, Tafel 3, Zeile 1)

- 10 cm Rasenfugenpflaster grau mit Splittfüllung 

- 03 cm Brechsand-Splitt-Gemisch 0/8 mm                                 

- 15 cm Schottertragschicht 0/32

- 27 cm Frostschutzschicht  0/32           

-----------

- 55 cm Gesamtaufbaustärke                 

 

Ursprünglich war für die Fahrbahn eine Asphaltbefestigung vorgesehen. Zwischenzeitlich wurde vom Zuschussgeber GLL (Behörden für Geoinformationen, Landentwicklung und Liegenschaften) mitgeteilt, dass eine Asphaltbefestigung nicht gefördert wird. Aus diesem Grund hat die Verwaltung entschieden eine Befestigung aus einem besonders verzahntem Betonpflaster zu verwenden. Damit soll eine möglichst hohe Förderung der Maßnahme erreicht werden, um dadurch die Straßenausbaubeiträge für die Anlieger niedrig zu halten.

 

Die Fahrbahnbreite beträgt im Regelfall 6,50m und verjüngt sich in einzelnen Bereichen auf  6,00m. Die in Längsrichtung der Fahrbahn angeordneten Stellplätze erhalten ebenso wie die Zufahrten zu den Grundstücken einen frostsicheren Aufbau von 55 cm. Die Parkstreifen werden mit einer Breite von 2,00 m ausgeführt.

Das Oberflächenwasser wird über die dreireihigen Muldengossen, die mit entsprechenden Abläufen versehen sind, dem vorhandenen Regenwasserkanal zugeführt.

Es ist vorgesehen, im gesamten Ausbaubereich einseitig neue Straßenleuchten mit einem Abstand zwischen 25 und 30 m zu versetzen. Zum Einsatz gelangt die in der Stadt Salzgitter übliche BEGA-Leuchte als Mastaufsatzleuchte mit einer Lichtpunkthöhe von 4,50 m.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 

Haushaltsstelle

6160.94100

Bezeichnung

Baumaßnahmen zur Dorferneuerung

Haushalt

X

Vermögenshaushalt

(zutrff. bitte ankreuzen)

 

 

Ausgaben

im HH-Jahr 2006

Folgekosten

 

328.500€

ca. 2.375€

Einnahmen

im HH-Jahr 2006

künftige Mehreinnahmen

 

144.000€ (s.u.)

 

Deckung

durch Ansatz 2005

120.000€ (zuzüglich Ansatz 2006 = 50.000€)

 

durch HAR

185.095,52€

Deckung bei üpl./apl.

durch Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben incl. HAR bei

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

Die Differenz zwischen den geschätzten Projektkosten und den vorhandenen HH-Mitteln in Höhe von 23.404,48€ ist bereits für den HH 2006 angemeldet. (Ansatz im HH-Entwurf 50.000€)

 

Investitionskosten

 

Straßenbau und Straßenbeleuchtung            328.500€

 

 

Folgekosten

 

Straßenbau:

 

Personalkosten                                 450 €/Jahr

Materialkosten                                   400 €/Jahr

Maschineneinsatzkosten                   125 €/Jahr

Gesamt                                              975 €/Jahr

 

 

Straßenbeleuchtung:

 

Betriebskosten                                  460 €/Jahr

Sachkosten                                       120 €/Jahr

Personalkosten                                 120 €/Jahr

Gesamt                                              700 €/Jahr

 

 

Einnahmen

 

Die Maßnahme ist zur Förderung gemäß der Dorferneuerungsrichtlinien angemeldet worden und ein entsprechender Förderantrag ist gestellt worden. Zum heutigen Zeitpunkt geht die Verwaltung von einer Förderung des Projektes in Höhe von 50% der förderfähigen Kosten aus (gemäß Schätzung ca. 100.000€).

 

Die Maßnahme ist straßenausbaubeitragspflichtig nach NKAG in Verbindung mit der Straßenausbaubeitragssatzung der Stadt Salzgitter. Der von den Beitragspflichtigen zu tragende Anteil am beitragsfähigen Aufwand beträgt 20% für die Teileinrichtungen Fahrbahn und Gehweg. Für die Stellplätze beträgt der Anteil am beitragsfähigen Aufwand 60%. Zum heutigen Zeitpunkt geht die Verwaltung, unter Berücksichtigung einer Förderung in Höhe von angenommenen 100.000€, von einem umlagefähigen Gesamtaufwand in Höhe von ca. 44.000€ aus.

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersichtslageplan M 1 : 6.000

 

Die Lagepläne und Querschnitte zu diesem Straßenbauprojekt können im Ratsinformationssystem ALLRIS unter dieser Vorlage eingesehen werden.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtslageplan (784 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Lageplan (1876 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Querschnitt (898 KB)