Vorlage - 6598/14

Betreff: Erschließung für das Baugebiet Rpn 5 - Welfengrund
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr Beteiligt:EB 62 - Eigenbetrieb Salzgitter Grundstücksentwicklung
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Grundstücksentwicklung Vorberatung
22.02.2006 
10.Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Werksausschusses Grundstücksentwicklung ungeändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Nordwest Vorberatung
22.02.2006 
22. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordwest ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt “Erschließung für das Baugebiet Rpn 5 – Welfengrund”in Salzgitter – Reppner vom 28.11.2005 mit einer Kostensumme von 897.000€ fest.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Heutige Situation

In Salzgitter besteht eine deutliche Nachfrage nach Baugrundstücken, insbesondere für Familieneigenheime. Es wird zur Zeit daher neues Wohnbauland bauleitplanerisch gesichert und erschlossen. Das geplante Baugebiet innerhalb des Bebauungsplans Rpn 5 liegt im Süden des  Stadtteils Reppner zwischen der Kreisstraße 1 (K1) und der Kreisstraße 4 (K4).

 

Geplanter Zustand

Der Bebauungsplan Rpn 5 sieht vor, die Fläche als Bauland für Einzel und Doppelhäuser zu nutzen. Die Anbindung des Gebietes an das übergeordnete Straßennetz erfolgt im Norden über die vorhandene Straße Am Hasselberg. Im Osten wird eine neue Anbindung an die K1 in Form eines Kreisverkehrsplatzes hergestellt. Die innere Erschließung des Plangebietes erfolgt über eine 10,75m breite zentrale Erschließungsstraße (Baustraße 1644) mit der Funktion einer Sammelstraße. Durch den gewählten Querschnitt wird die Erreichbarkeit der südlich gelegenen landwirtschaftlichen Flächen sichergestellt. Der östliche Teil des Baugebietes wird durch zwei 8,00m breite Straßen (Baustraßen 1645 /1646) mit der Funktion von Anliegerstraßen erschlossen, die zusammen mit der Sammelstraße einen Ring bilden. Der westliche Teil des Baugebietes wird durch eine 8,00m breite Stichstraße (Baustraße 1643) mit der Funktion einer Anliegerstraße erschlossen. Zum Schutz des 2.BA vor den von der K4 ausgehenden Schallimmissionen wird entlang der westlichen Grenze des Plangebietes ein 3,00m hoher Lärmschutzwall gebaut.

 

Entwurfselemente

Die zentrale Erschließungsstraße schließt im Bereich der bestehenden Einmündung des landwirtschaftlichen Weges direkt an die Straße Am Hasselberg an. Sie verläuft gerade in südwestlicher Richtung. Die Anliegerstraßen schließen an die zentrale Erschließungsstraße an und  verlaufen in Ost-West-Richtung. In der Baustraße 1645 ist in der nordöstliche Ecke eine Plateaupflasterung vorgesehen. Die Anhebung des Fahrbahnniveaus auf die Höhe des Gehweges erfolgt mit speziellen Rampensteinen.

Der Querschnitt der zentralen Erschließungsstraße (Baustraße 1644) besteht aus einem 1,75m breiten Gehweg, 2,00m breiten Stellplätzen, einer 5,50m breiten Fahrbahn und einem 1,50m breiten überfahrbaren Seitenstreifen. Die Fahrbahn bzw. die Stellplätze werden mit einem Hochbord vom Gehweg getrennt. Zwischen Fahrbahn und dem Seitenstreifen wird ein überfahrbarer Rundbord mit 5cm Ansicht angeordnet, um seltene Begegnungen großer Fahrzeuge zu ermöglichen.

Der Querschnitt der Anliegerstraßen besteht aus einem 1,50m breiten Gehweg, 2,00m breiten Stellplätzen, einer 3,00m breiten Fahrgasse und einem 1,50m breiten überfahrbaren Seitenstreifen. Zwischen Gehweg und der Fahrbahn bzw. den Stellplätzen wird ein Hochbord angeordnet.

Am westlichen Rand des Erschließungsgebietes wird auf einem 12,50m breiten Geländestreifen ein 3,00m hoher Lärmschutzwall gebaut. Die Böschungen des Walls werden mit einer Neigung von 1:1,75 hergestellt, die Wallkrone erhält eine Breite von 2,00m.

 

Die Erschließung des gesamten Baugebietes soll in zwei Bauabschnitten (BA) erfolgen. Der 1.BA beinhaltet die Herstellung der zentralen Erschließungsstraße, des Kreisverkehrsplatzes und der östlichen Anliegerstraßen. Der 2.BA besteht aus dem Bau des Lärmschutzwalls entlang der K4 und der westlichen Anliegerstraße.

Die Baustraßen werden zunächst im Teilausbau, mit einer Asphalttragschicht als Oberfläche, hergestellt. Die Höhenlage der neuen Erschließungsstraßen wird durch den vorhandenen Geländeverlauf und die erforderliche Überdeckung der Schmutz- und Regenwasserkanäle bestimmt. In weiten Teilen des Erschließungsgebietes kann dabei annähernd dem vorhandenen Geländeverlauf gefolgt werden.

 

Im Rahmen des Teilausbaus wird auch die Straßenbeleuchtung installiert. Sie besteht aus insgesamt 26 Aufsatzleuchten mit einer Leuchtpunkthöhe von 3,50m entlang der Erschließungsstraßen und 6 Leuchten mit 6,00m Höhe entlang der K1.

 

Für die im Bebauungsplan festgesetzten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit den dafür vorgesehenen Pflanzmaßnahmen wird ein gesondertes Projekt durch den EB 70 (Städtischer Regiebetrieb) aufgestellt.

 

 

Oberbau

Die neuen Verkehrsflächen werden gemäß RStO 01 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen) befestigt.

Für die neuen Erschließungsstraßen wird die Bauklasse V für die Fahrbahn, die Seitenstreifen und die Stellplätze gemäß Tabelle 2 aus Tafel 3,  RStO 01 gewählt.

 

Für den Teilausbau der Fahrbahnfläche:

 

                        6cm     Asphalttragschicht

                      15cm     Schottertragschicht

                      33cm     Frostschutzschicht

                      54cm     Gesamtaufbau

 

Für die Fertigstellung der Fahrbahnfläche und des Seitenstreifens:

 

                        8cm     Betonsteinpflaster (grau, rot bzw. anthrazit)

                        3cm     Splitt

                        6cm     Asphalttragschicht

                      15cm     Schottertragschicht

                      33cm     Frostschutzschicht

                      65cm     Gesamtaufbau (Bauklasse V)

 

Für den Gehweg:

 

                        8cm     Betonrechteckpflaster (grau)

                        3cm     Splitt

                      19cm     Frostschutzschicht

                      30cm     Gesamtaufbau

 

 

Entwässerung

Die Entwässerung der Verkehrsflächen erfolgt durch zwei- bzw. dreireihige Gossen zwischen Fahrbahn und Stellplätzen über die erforderlichen Straßenabläufe mit Anschluss an den Regenwasserkanal.

 

Durchführung

Die erforderlichen Baumaßnahmen für den Teilausbau des 1.BA sollen in der zweiten Jahreshälfte 2006 durchgeführt werden, wenn die planungsrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind.

 

Naturschutz

Durch die Erschließung entstehende Eingriffe in Natur und Landschaft nach § 7 des Nds. Naturschutzgesetzes sind im Bebauungsplan berücksichtigt und werden ausgeglichen.

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes wurden im Zuge der Hamsterkartierung Hamsterbaue festgestellt. Bei einer im August 2005 durchgeführten Nachkartierung wurde durch das Ingenieurbüro LaReG wiederum ein Erdbau aufgefunden. Eine durchgeführte Nachkontrolle hat ergeben, dass der Bau zweifelsfrei nicht besetzt war. Um ein erneutes Einwandern von Hamstern zu verhindern wird die Fläche bis zum Baubeginn nicht bewirtschaftet und “schwarz” gehalten. Weitere Artenschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 

Haushaltsstelle

 

Bezeichnung

Erschließungen

Haushalt

 

Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes GE SZ

(zutrff. bitte ankreuzen)

 

 

Ausgaben

im HH-Jahr 2006

Folgekosten

 

897.000€

Ca. 11.370 € / Jahr

Einnahmen

im HH-Jahr

künftige Mehreinnahmen

 

 

 

Deckung

durch Ansatz

 

 

durch HAR

 

Deckung bei üpl./apl.

durch Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben incl. HAR bei

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

Es fallen keine Investitionskosten für den Haushalt der Kernverwaltung SZ an.

 

Investitionskosten

Kostenträger für die Baumaßnahme ist der Eigenbetrieb Salzgitter Grundstücksentwicklung (EB SZGE). Folgende Kosten wurden ermittelt:

 

            Straßenbau              Teilausbau:                      295.000 €

                                             Fertigstellung:                  310.000 €

            Kreisverkehrsplatz                                            210.000 €

            Straßenbeleuchtung:                                          48.000 €

            Lärmschutzwall:                                                 34.000 €

            Gesamtkosten:                                                897.000 €

 

 

Folgekosten

Für die spätere Haushaltsführung ist für den Straßenbau nach der Fertigstellung mit einem Unterhaltungsaufwand von jährlich ca. 8.660 € zu rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:

 

            Personalkosten                       ca. 4.080 €

            Materialkosten                         ca. 3.400 €

            Maschineneinsatzkosten        ca. 1.180 €

 

Für die Straßenbeleuchtung ist mit Folgekosten in Höhe von etwa 1.280€ jährlich zu rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:

 

            Betriebskosten (Strom)         ca. 640 €

            Sachkosten (Ersatzlampen) ca. 320 €

            Personalkosten                     ca. 320 €

 

 

 

Beitragsfähigkeit

Die Herstellung der Baustraßen sowie die Herstellung des öffentlichen Teils des Lärmschutzwalls (ohne Bepflanzung) sind nach § 127 BauGB erschließungsbeitragspflichtig. Der von den Beitragspflichtigen zu tragende Anteil des tatsächlich beitragsfähigen Aufwandes beträgt 90%. Der Kreisverkehrsplatz und der private Teil des Lärmschutzwalls sind nicht beitragspflichtig.

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersichtslageplan M 1 : 6.000

 

Die Lagepläne und Querschnitte zu diesem Straßenbauprojekt können im Ratsinformations-system ALLRIS unter dieser Vorlage eingesehen werden.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtslageplan (704 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Lageplan Teilausbau (580 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Lageplan Fertigstellung (429 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Schnitt A-B-C-D (335 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Schnitt E (308 KB)