Vorlage - 6815/14

Betreff: Jugendwohnprojekt PUSH
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51 - Fachdienst Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales und Integration Vorberatung
09.03.2006 
8. nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Sozial-und Integrationsausschusses      
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
23.03.2006 
37. Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Das Jugendwohnprojekt PUSH wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt realisiert.

 

Begründung:

 

Begründung:

 

Nach Erkenntnissen der Jugendhilfe und der Arbeitsagentur Salzgitter (ARGE) weisen zunehmend mehr junge Menschen Schwierigkeiten auf, eine im Abschluss befindliche Schullaufbahn unter ihren gegebenen Lebensverhältnissen erfolgreich zum Abschluss zu bringen, ein Praktikum durchzuführen oder eine Ausbildung aufzunehmen. Auch ihre Wohnverhältnisse erweisen sich oft als hinderlich, in einer Ausbildung oder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. So kann zum Beispiel das häusliche Umfeld daran hindern, einen Schulabschluss zu machen, oder es sind die „falschen Freunde“, bei denen der junge Mensch untergekommen ist, die den Erfolg einer begonnenen Ausbildung nicht fördern; eine zu kleine Wohnung oder die soziale Probleme der Mitbewohner/innen können dazu beitragen, dass die Konzentration auf die schulischen Pflichten kaum möglich ist.

 

Gesicherte Wohnverhältnisse müssen in solchen Fällen als wichtige Voraussetzung für die Arbeitsmarktintegration angesehen werden; es erweist sich in diesen Fällen vielfach als ratsam, diesen jungen Menschen eine eigene Wohnung (jedenfalls ein Zimmer) zur Verfügung zu stellen. Allerdings weisen zahlreiche in der Jugendsozialarbeit (auch in Salzgitter) gewonnene praktische Erfahrungen darauf hin, dass solche Wohnungsbegründungen in der Startphase (etwa den erstem halben Jahr) sozialpädagogisch begleitet werden müssen, um erfolgreich sein zu können. In dieser Phase geht es vor allem darum, in den „eigenen vier Wänden“ und den mit ihnen verbundenen Pflichten (z. B. gegenüber dem Vermieter oder den Nachbarn) zu Recht zu kommen, so dass keine neuen Schwierigkeiten entstehen, sondern volle Konzentration auf den Erfolg der Schulausbildung, des Praktikums, der Arbeitsgelegenheit oder der Ausbildung möglich ist.

 

Im Rahmen des Projektes PUSH sollen zehn jungen Menschen ab etwa 15 Jahren solche Wohnmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

 

Das Projekt PUSH ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Nach 18 Monaten wird geprüft, ob eine Verlängerung durch die ARGE angestrebt wird. Die ARGE Salzgitter trägt alle entstehenden Kosten des Projekts (einschließlich aller Kosten für die sozialpädagogische Fachkraft und die Anmietung der Räume). Die Finanzierung erfolgt unabhängig und zusätzlich zu den Mitteln für die Durchführung von Arbeitsgelegenheiten (AGH) bei der Stadt Salzgitter.

 

Als sozialpädagogische Fachkraft soll ein/e Sozialpädagoge/-pädagogin aus dem Kreis der Bezieher/innen von Leistungen nach dem SGB II aus Salzgitter gewonnen werden. PUSH wird organisatorisch dem Fachdienst Kinder, Jugend und Familien/Fachgebiet Kinder- und Jugendförderung zugeordnet.

 

Über die Arbeitsweise von PUSH gibt die (zwischen der ARGE und der Stadt Salzgitter abgestimmte) Konzeption näheren Aufschluss (Anlage 1).

 

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich PUSH Anlage (103 KB) PDF-Dokument (53 KB)