Vorlage - 6923/14

Betreff: Umgestaltung Schröderpassage
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr Beteiligt:60 - Referat Stadtumbau und Soziale Stadt
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
05.04.2006 
39. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Vorberatung
12.04.2006 
15. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
20.04.2006 
79. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt “Umgestaltung Schröderpassage” in Salzgitter – Lebenstedt vom 06.03.06 mit einer Kostensumme von 176.000€ fest.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1 Veranlassung und Aufgabenstellung

 

Die Stadt Salzgitter plant im Stadtteil Lebenstedt die Neugestaltung der Schröderpassage. Die Fußgängerpassage verbindet die Gothastraße mit der Albert-Schweitzer-Straße und ist damit ein Teil der wichtigen Fußgängerverbindung zwischen dem Dorfbereich und dem Stadtkern. Das Ingenieurbüro BPR wurde mit der Planung, Ausschreibung und Bauoberleitung für dieses Projekt beauftragt. Derzeitige Aufgabe ist die Entwurfsplanung. Die zu beplanende Fläche kann in zwei Bereiche gegliedert werden:

 

·         Schröderpassage mit Anschluss an die Gothastraße

·         Nebenanlagen Albert-Schweitzer-Straße (Mittelinsel und Südseite).

 

Die Grenzen zwischen den Bereichen sind dem Lageplan zu entnehmen.

 

 

2 Verkehrsplanung

 

Die Schröderpassage dient als reine Gehwegverbindung zwischen Gothastraße und Albert-Schweitzer-Straße und zur fußläufigen Erschließung des Gebäudeeingangs Albert-Schweitzer-Straße 51. Kraftfahrzeuge sind heute mit Ausnahme des Bereiches südlich des Möbelhauses nicht zugelassen. Südlich des Möbelhauses Schröder soll die Schröderpassage zukünftig nicht mehr befahren werden können, um eine bessere Durchgängigkeit für Fußgänger zu erreichen. Die auf beiden Seiten der Schröderpassage liegenden Zufahrten zu Stellplätzen sollen nicht mehr verbunden werden.

 

 

3 Gestaltung

 

Der Planungsraum soll gestalterisch in zwei Teile gegliedert werden. Während der nördliche Teil im Bereich des Möbelhauses (Schröderpassage) dem Innenstadtraum zuzuordnen ist, hat der südliche Teil (Nebenanlagen der Gothastraße) noch Einflüsse aus dem Dorfbereich. Der nördliche Teil soll demnach, entsprechend dem Gestaltungskonzept für die City-Lebenstedt ausgeführt werden. Wesentlicher Bestandteil ist ein granithelles Betonsteinpflaster des Formates 25 cm x 25 cm mit Vorsatz. Die Aufenthaltsfunktion soll durch Bänke und Sitzstufen verbessert werden. In der Achse der Sitzbänke sollen zwei Stadtbäume gepflanzt werden. Aufgrund der vorhandenen Leitungstrassen sind keine anderen Standorte möglich. Die Beleuchtung soll durch drei Leuchten des Typs Leipziger Leuchten Kora IV oder gleichwertig hergestellt werden.

Im südlichen Teil sollen sich die Materialien aus dem Sanierungsgebiet Lebenstedt - Dorf fortsetzen. Das Pflaster und die Pflasterstreifen aus dem Gehweg in Richtung Dorf sollen auch hier verwendet werden. Die Trennung zwischen den Asphaltflächen und der südlichen Schröderpassage soll mit Betonblockstufen mit Natursteinvorsatz hergestellt werden. Die Überfahrbarkeit der Passage wird dadurch verhindert. Ein Aufstellen von Pollern entlang der Gothastraße ist zunächst nicht vorgesehen.

 

4 Straßenplanung

 

Wesentlicher Bestandteil der Planung war die Überwindung des Höhenunterschiedes von rund 1,50 m zwischen der Albert-Schweitzer-Straße und der Gothastraße. Da entlang der Fassade des Möbelhauses Schröder die vorhandenen Höhen gehalten werden müssen, ist am südwestlichen Ende der Passage eine 3,00 m breite Treppenanlage mit rund 1,20 m Höhenunterschied erforderlich.  Weiterer Höhenfixpunkt ist der Zugang zum Eingang der Albert-Schweitzer-Straße 51. Von hier aus soll eine rund 22 m lange Rampe bis zum Fußpunkt der Treppe führen. Die Maximalneigung dieser rund 6,50 m breiten Rampe beträgt 5 %. Der Höhenunterschied zwischen der Rampe und dem Bereich vor der Fassade des Möbelhauses Schröder soll über Sitzstufen mit je 45 cm Höhe und Tiefe abgefangen werden. Zum Parkplatz hin soll eine neue Winkelstützwand realisiert werden. Die alte Wand ist in einem schlechten Zustand und wird im Bauzustand nicht zu halten sein. Die neue Stützwand soll mit einem Geländer ausgestattet werden.

In Abstimmung mit dem Fachdienst Tiefbau und Verkehr sollen die Schröderpassage, die Nebenanlagen der Albert-Schweitzer-Straße und der Zugang zum Eingang Albert-Schweitzer-Straße 51 gemäß Bauklasse V RStO 01 ausgeführt werden:

 

8 cm    Betonsteingroßpflaster 25/25/8, Natursteinvorsatz granithell

3 cm    Pflasterbettung Edelsplitt / Edelbrechsand 0/5

15 cm  Schottertragschicht B1

19 cm  Frostschutzschicht B2

45 cm  Gesamtaufbau

 

Der Aufbau des Radweges in der Albert-Schweitzer-Straße (Bauklasse V RStO 01) unterscheidet sich nur in der Wahl des Pflasters:

 

8 cm    Betonsteingroßpflaster 25/25/8, Natursteinvorsatz anthrazit

3 cm    Pflasterbettung Edelsplitt/Edelbrechsand 0/5

15 cm  Schottertragschicht B1

19 cm  Frostschutzschicht B2

45 cm  Gesamtaufbau

 

Der Aufbau der Fahrgassen und Stellplätze (Bauklasse IV) im Bereich südlich des Möbelhauses wird wie folgt gewählt:

 

4 cm    Asphaltbetondecke 0/8

10 cm  Asphalttragschicht C

15m     Schottertragschicht B1

26 cm  Frostschutzschicht B2

55 cm  Gesamtaufbau

 

 

5 Oberflächenentwässerung

 

Die Oberflächenentwässerung der Schröderpassage erfolgt über eine dreireihige Rinne parallel zum Möbelhaus, die über eine Längsneigung von 0,5 % das Regenwasser von Norden und Süden zu einem Ablauf in Mitte der Passage leitet. Die Querneigung von den Fassaden zur Rinne beträgt im Mittel 2,5 % (zwischen 1,5 und 3,3 %). Im Bereich der Rampe sind zusätzlich 2 Abläufe vor Kopf der Sitzstufenenden und eine Kastenrinne am Fuß der Rampe erforderlich. Die drei Abläufe und die Kastenrinne sollen an den erneuerten Teil des Regenwasserkanals angeschlossen werden. (vgl. Abschnitt 7). Der Bereich südlich der Rampe erhält keine zusätzlichen Abläufe. Die Entwässerung soll wie im Bestand über den Ablauf am nördlichen Fahrbahnrand der Gothastraße erfolgen. Auch die Entwässerung in den Nebenanlagen der Albert-Schweitzer-Straße bleibt unverändert. 

 

 

 

6 Koordinierung Leitungsträger

 

Im Rahmen der Umbaumaßnahme soll der nördliche Teil des Regenwasserkanals in der Schröderpassage erneuert werden. Auch die Gas- und Wasseranschlüsse der Albert-Schweitzer-Straße 51 sollen erneuert werden. Des weiteren sind die neuen Leuchtenstandorte anzuschließen.

 

 

 

7 Durchführung der Maßnahme

 

Die bauliche Realisierung der Maßnahme ist zwischen dem 03.07.2006 und dem 13.10.2006 vorgesehen. Im ersten Schritt wird der Regenwasserkanal hergestellt. Danach folgen alle ande-ren Versorger. Ab dem 14.08.2006 wird der Straßenbau ausgeführt.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 

Haushaltsstelle

6155.95103

Bezeichnung

Schröderpassage

Haushalt

X

Vermögenshaushalt

(zutrff. bitte ankreuzen)

 

 

Ausgaben

im HH-Jahr 2006

Folgekosten

 

176.000,00€

Ca. 900€ / Jahr

Einnahmen

im HH-Jahr

künftige Mehreinnahmen

 

 

 

Deckung

durch Ansatz

 

 

durch HAR *)

195.616,45€

Deckung bei üpl./apl.

durch Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben incl. HAR bei

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

*) Deckung durch voraussichtlich gebildetem HAR!

 

Investitionskosten

 

Laut der Kostenberechnung betragen die Baukosten der öffentlichen Verkehrsanlagen (Bereiche 1 und 2):

 

          Schröderpassage                                                  156.000,00€

          Nebenanlagen Albert- Schweitzer-Straße               20.000,00€

 

          Gesamtkosten                                                        176.000,00€

 

 

Folgekosten

 

Für die Spätere Haushaltsführung ist für den Straßenbau nach der Fertigstellung mit einem Unterhaltungsaufwand von jährlich ca. 900€ zu rechnen. Diese setzten sich zusammen aus:

 

          Personalkosten                                               420€

          Materialkosten                                                 350€

          Maschineneinsatzkosten                                130€

 

 

Beiträge

 

Da die Maßnahme im Rahmen der Sanierung “Dorf” erfolgt, ist sie weder nach § 127 BauGB noch nach NKAG beitragsfähig. Nach Abschluss der Dorfsanierung sind von den Eigentümern der Grundstücke innerhalb des Sanierungsgebietes Ausgleichsbeträge in Höhe der sanierungsbedingten Wertsteigerung gemäß § 154 BauGB zu erheben. Die Höhe der Wertsteigerung wird vom Gutachterausschusses ermittelt.

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersichtsplan 1 : 6.000

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 3 1 öffentlich Übersichtsplan (1017 KB)      
Anlage 1 2 öffentlich Lageplan (588 KB)      
Anlage 2 3 öffentlich Schnitte und Ansichten (129 KB)