Vorlage - 7021/14

Betreff: Erschließung für das Baugebiet He 5 - Bahnhofsallee
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr Beteiligt:EB 62 - Eigenbetrieb Salzgitter Grundstücksentwicklung
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Grundstücksentwicklung Vorberatung
23.05.2006 
13. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Werksausschusses Grundstücksentwicklung      
Verwaltungsausschuss Entscheidung
Ortsrat der Ortschaft West Vorberatung
08.06.2006 
24. öffentliche/ nicht öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft West ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt „Erschließung für das Baugebiet He 5 – Bahnhofsallee“ in Salzgitter – Heerte vom 31.03.2006 mit einer Kostensumme von 605.000€ fest.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Heutige Situation

In Salzgitter besteht eine deutliche Nachfrage nach Baugrundstücken, insbesondere für Familieneigenheime. Es wird zurzeit daher neues Wohnbauland bauleitplanerisch gesichert und erschlossen. Das geplante Baugebiet innerhalb des Bebauungsplans He 5 liegt im Westen des  Stadtteils Heerte.

 

 

2. Geplanter Zustand

Der Bebauungsplan He 5 sieht vor, die Fläche als Bauland für Einzel und Doppelhäuser zu nutzen. Die Anbindung des Gebietes an das übergeordnete Straßennetz erfolgt im Norden über die Verlängerung der vorhandenen Straße Heeritaweg mit einer Breite von 9,25m. Im Süden wird die Bahnhofsallee ausgebaut (Breite ~8,00m) und verlängert (Breite 9,25m). Die innere Erschließung des Plangebietes erfolgt über eine 8,00m breite Erschließungsstraße (Baustraße 1613) in Nord-Süd-Richtung. Durch die gewählten Querschnitte wird die Erreichbarkeit landwirtschaftlicher Flächen sichergestellt.

 

 

2.1 Entwurfselemente

Die bestehende Erschließungsstraße Heeritaweg wird um 115m verlängert. Sie verläuft gerade in westlicher Richtung und erhält einen 9,25m breiten Querschnitt. An der nördlichen Grundstücksgrenze befindet sich ein 1,50m breiter Seitenstreifen, der mit einem Rundbord von der Fahrbahn getrennt ist und zum Ausweichen großer Fahrzeuge dient. Die Fahrbahn erhält eine Breite von 4,00m inklusive der Gosse. Südlich neben der Fahrbahn werden Stellplätze in  2,00m breiten Parkbuchten angelegt. Der Gehweg wird in einer Breite von 1,75m hergestellt. Die bis zur südlichen Grundstücksgrenze verbleibende Fläche wird mit Rasen begrünt.

Die Bahnhofsallee ist zurzeit provisorisch mit wassergebundenem Material befestigt. Im Bereich zwischen der Gießereistraße und dem Westanger hat das Straßengrundstück eine Breite von etwa 8,00m. Hier wird an der nördlichen Grundstücksgrenze ein 1,75m breiter Gehweg vorgesehen. Die Fahrbahn erhält eine Breite von 4,00m inklusive der Gosse. Südlich an die Fahrbahn schließt ein 1,50m breiter Seitenstreifen an. Die zum Teil bis zur Grundstücksgrenze verbleibende Fläche wird mit Rasen begrünt. Der westlich des Westangers gelegene Straßenabschnitt wird wie die Verlängerung des Heeritaweges hergestellt.

Die zwischen dem Heeritaweg und der Bahnhofsallee geplante Baustraße 1613 wird in einer Breite von 8,00m niveaugleich hergestellt. An der Westseite ist ein 1,50m breiter Gehweg geplant. Daneben wird ein 2,00m breiter Parkstreifen hergestellt und durch Straßenbäume gegliedert. Mittig zwischen dem Heeritaweg und der Bahnhofsallee ist eine Plateauaufpflasterung in Form einer S-Kurve vorgesehen. Die Anhebung des Fahrbahnniveaus erfolgt mit speziellen Rampensteinen.

Die Erschließung des gesamten Baugebietes soll in zwei Bauabschnitten (BA) erfolgen. Der 1.BA beinhaltet die Herstellung der Bahnhofsallee, der südlichen Hälfte der Baustraße 1613 und einer provisorischen Wendeanlage. Der 2.BA besteht aus dem Bau des nördlichen Teils der Baustraße 1613 und der Verlängerung des Heeritaweges.

Die Straßen werden zunächst im Teilausbau, mit einer Asphalttragschicht als Oberfläche, hergestellt. Die Höhenlage der Erschließungsstraßen wird durch den vorhandenen Geländeverlauf und die erforderliche Überdeckung der Schmutz- und Regenwasserkanäle bestimmt. Dabei kann annähernd dem vorhandenen Geländeverlauf gefolgt werden.

Im Rahmen des Teilausbaus wird auch die Straßenbeleuchtung installiert. Sie besteht aus insgesamt 26?Aufsatzleuchten mit einer Leuchtpunkthöhe von 3,50m.

Für die im Bebauungsplan festgesetzten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit den dafür vorgesehenen Pflanzmaßnahmen wird ein gesondertes Projekt durch den EB 70 (Städtischer Regiebetrieb) aufgestellt.

 

 

2.2 Oberbau

Die neuen Verkehrsflächen werden gemäß RStO 01 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen) befestigt. Für die Erschließungsstraßen wird die Bauklasse V für die Fahrbahn, die Seitenstreifen und die Stellplätze gemäß Tabelle 2 aus Tafel?3,  RStO 01 gewählt.

 

Für den Teilausbau der Fahrbahnfläche:

 

              6cm              Asphalttragschicht

              15cm              Schottertragschicht

              23cm              Frostschutzschicht

                                          Vliesstoff             

              44cm              Gesamtaufbau

 

Für die Fertigstellung der Fahrbahnfläche und des Seitenstreifens:

 

              8cm              Betonsteinpflaster (grau, rot bzw. anthrazit)

              3cm              Splitt

              6cm              Asphalttragschicht

              15cm              Schottertragschicht

              23cm              Frostschutzschicht

                                          Vliesstoff             

              55cm              Gesamtaufbau (Bauklasse V)

 

 

Im Bereich der Baustraße 1613 wird, aufgrund der geringen Tragfähigkeit des anstehenden Bodens, die Frostschutzschicht in einer Stärke von 38cm vorgesehen. Der Gesamtaufbau beträgt hier 70cm.

 

Für den Gehweg:

 

              8cm              Betonrechteckpflaster (grau)

              3cm              Splitt

              19cm              Frostschutzschicht

              30cm              Gesamtaufbau

 

 

2.3 Entwässerung

Die Entwässerung der Verkehrsflächen erfolgt durch zwei- bzw. dreireihige Gossen zwischen Fahrbahn und Stellplätzen über die erforderlichen Straßenabläufen mit Anschluss an den Regenwasserkanal.

 

 

3. Durchführung

Die erforderlichen Baumaßnahmen für den Teilausbau des 1.BA sollen in der zweiten Jahreshälfte 2006 durchgeführt werden.

 

4. Naturschutz

Durch die Erschließung entstehende Eingriffe in Natur und Landschaft nach § 7 des Nds. Naturschutzgesetzes sind im Bebauungsplan berücksichtigt und werden ausgeglichen.

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes wurde das gesamte Gebiet im Jahr 2001 auf Hamsterbaue abgesucht. Es wurden keine Hinweise auf einen vorhandenen Hamsterbestand gefunden. Vor Beginn der Baumaßnahmen ist eine erneute Überprüfung des Geländes erforderlich.

 

 

5. Leitungstrassen

Im Bereich des Bebauungsplans He 5 – Bahnhofsallee – verlaufen, neben den üblichen Ver- und Entsorgungsleitungen, zwei Gashochdruckleitungen mit Steuerungskabeln, eine Trinkwasserleitung und eine Hochspannungsfreileitung.

Die Gashochdruckleitung der WEVG hat einen Durchmesser von 200mm und verläuft, aus westlicher Richtung kommend, auf dem vorhandenen Feldweg (Flurstück 110/2) in Verlängerung der Bahnhofsallee und schwenkt ca. 8,00m vor der Einmündung der Baustraße 1613 nach Süden. Die Gashochdruckleitung der EON-AVACON hat einen Durchmesser von 500mm verläuft, ebenfalls aus westlicher Richtung kommend, auf dem südlich des Weges gelegenen Flurstück 108/18. Die Leitung schwenkt parallel zur WEVG - Leitung ebenfalls in südliche Richtung.

Die Trinkwasserleitung der Salzgitter AG hat einen Durchmesser von 500mm und verläuft auf dem vorhandenen Feldweg (Flurstück 316/7) in Verlängerung des Heeritaweges. Die Hochspannungsfreileitung verläuft ebenfalls entlang des Weges in Verlängerung des Heeritaweges. Der Bebauungsplan setzt fest, dass die letzte Haltung der Freileitung zurückgebaut wird.

Die genannten Leitungen müssen bei der Planung berücksichtigt und beim Bau der Erschließungsstraßen vor Beschädigungen geschützt werden. Aus diesem Grund wird ein Ingenieurbüro mit der SiGeKo (Sichenheits- und Gesundheitsschutzkoordination) während der Planungs- und Ausführungsphase beauftragt.

 

 

6. Kampfmittel

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes konnten aus technischen Gründen nicht alle Verdachtsflächen sondiert und freigegeben werden. Bei Bodenaushubarbeiten ist daher eine Überwachung erforderlich.  Von den Verkehrsflächen ist hiervon eine Teilfläche des Heeritaweges betroffen.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

 

Haushaltsstelle

 

Bezeichnung

Erschließungen

Haushalt

 

Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes GE SZ

(zutrff. bitte ankreuzen)

 

 

Ausgaben

im HH-Jahr 2006

Folgekosten

 

605.000 €

Ca. 6.905 € / Jahr

Einnahmen

im HH-Jahr

künftige Mehreinnahmen

 

 

 

Deckung

durch Ansatz

 

 

durch HAR

 

Deckung bei üpl./apl.

durch Mehreinnahmen bzw. Minderausgaben incl. HAR bei

 

HSt.

Bezeichnung

Betrag

 

 

 

 

Bemerkungen

Es fallen keine Investitionskosten für den haushalt der Kernverwaltung SZ an.

 

Investitionskosten und Kostenträgerschaft

Kostenträger für die Baumaßnahme ist der Eigenbetrieb Salzgitter Grundstücksentwicklung (EB?SZGE). Folgende Kosten wurden ermittelt:

 

              Straßenbau:              Teilausbau:              1.BA              170.000 €

                                          2.BA              70.000 €

 

                            Fertigstellung:              1.BA              227.000 €

                                          2.BA              104.000 €

 

              Straßenbeleuchtung:              1.BA              24.000 €

                                          2.BA              10.000 €

 

              Gesamtkosten:              605.000 €

 

 

Folgekosten

Für die spätere Haushaltsführung ist für den Straßenbau nach der Fertigstellung mit einem Unterhaltungsaufwand von jährlich ca. 5.800 € zu rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:

 

              Personalkosten                            ca. 2.730 €

              Materialkosten                                          ca. 2.280 €

              Maschineneinsatzkosten              ca.    790 €

 

Für die Straßenbeleuchtung ist mit Folgekosten in Höhe von etwa 1.105 € jährlich zu rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:

 

              Betriebskosten (Strom)              ca. 545 €

              Sachkosten (Ersatzlampen)              ca. 280 €

              Personalkosten              ca. 280 €

 

Beitragsfähigkeit

Die Herstellung der Baustraße 1613, die Herstellung der Bahnhofsallee auf der gesamten Länge und die Verlängerung des Heeritaweges sind nach § 127 BauGB erschließungsbeitragspflichtig. Der von den Beitragspflichtigen zu tragende Anteil am beitragsfähigen Aufwand beträgt 90%.

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersichtslageplan M 1 : 5.000

 

Die Lagepläne und Querschnitte zu diesem Straßenbauprojekt können im Ratsinformations-system ALLRIS unter dieser Vorlage eingesehen werden.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtsplan (750 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Teilausbau Lageplan Blatt1 (324 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Teilausbau Lageplan Blatt2 (150 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Fertigstellung Lageplan Blatt1 (308 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Fertigstellung Lageplan Blatt2 (174 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich Querschnitte A + B (324 KB)      
Anlage 7 7 öffentlich Querschnitte C + D (260 KB)