Vorlage - 1458/15-AW

Betreff: Energiemix
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:EB 85 - Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter Beteiligt:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz
    EB 70 - Städtischer Regiebetrieb SRB Salzgitter
Beratungsfolge:

Sachverhalt

Mitteilung:

Mitteilung:

 

 

Der Ausschuss bittet die Verwaltung um folgende Auskünfte:

 

1.     Wie setzt sich der Energiemix in Salzgitter zusammen?

2.     Wie hoch ist der CO2-Ausstoß bei den städtischen Gebäuden?

3.     Wie hoch ist das Aufkommen aus Bioabfällen (pflanzliche und tierische Lebensmittelabfälle, Grünschnitt)?

4.     Welche Möglichkeiten bestehen, Blockheizkraftwerke zu realisieren, die den Strombedarf für alle städt. Gebäude decken und so neben einem Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes auch nachhaltig helfen die Energiekosten zu senken?

5.     Welche Möglichkeiten bestehen, Biomasseheizkraftwerke auf regionaler Ebene zu erstellen?

6.     Welche realistischen Möglichkeiten bestehen, sich mit Blockheizkraft- und Biomasseheizwerken langfristig unabhängig von Kohlekraftwerken zu machen, um den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren.

 

 

Die Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt:

 

zu 1:         Als Energiemix wird die Verwendung verschiedener Primärenergieformen zur Energieversorgung bezeichnet. Der Energiemix in Salzgitter ist nicht bekannt.

                 Der Energiemix von EON/Avacon (Hauptstromlieferant in Salzgitter) setzt sich zusammen aus 38 % Kernkraft, 47 % fossilen (Erdöl, Erdgas, Braunkohle, Steinkohle) und sonstigen Energieträgern (keiner der Kategorien eindeutig zuzuordnen) sowie 15 % erneuerbare Energien (Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft, Energie aus Biomasse oder Biogas).

zu 2:         Der CO2-Ausstoß von sämtlichen städtischen Gebäuden ist nicht zu beziffern. Die städtischen Schulen hatten im Jahr 2006 einen Ausstoß von ca. 822 Tonnen CO2.

                 Nach Angabe des „Länderarbeitskreises Energiebilanzen“ wurden im Jahr 2004 in Niedersachsen 8,8 Tonnen CO2 pro Einwohner emittiert.

zu 3:         Das jährliche Aufkommen an Bioabfällen aus der Biotonne liegt zwischen 4.500 und 4.900 Tonnen. Das jährliche Aufkommen an Bioabfällen, die direkt auf der Deponie Diebesstieg angeliefert werden (Rasenschnitt, Grünschnitt etc.), liegt zwischen 5.000 und 6.000 Tonnen.

zu 4 – 6:  Den gesamten Strombedarf für städtische Gebäude über Blockheizkraftwerke zu decken, ist nicht möglich. Aufgrund der besonderen Technik der Blockheizkraftwerke ist ihr Einsatz nur bei bestimmten Gebäuden, die auch außerhalb der Heizperiode Wärme benötigen (Krankenhäuser, Hallenbäder usw.), sinnvoll. Die Wirtschaftlichkeit eines Blockheizkraftwerks wird über die Stromerzeugung bei gleichzeitiger Wärmeabnahme erreicht.

                 Der Einsatz alternativer Energien erfordert nicht nur einen erhöhten technischen Planungsaufwand, sondern darüber hinaus eine Versorgungsgarantie für die Biomasse von ca. 20 Jahren.

                 In jedem Fall sind Maßnahmen zur CO2-Minderung mit Investitionskosten verbunden.

                 Der Einsatz von regionalen / überregionalen Biomasseheizwerken und Blockheizkraftwerken wäre aufgrund der bestehenden Infrastruktur nur in Kooperation mit der WEVG bzw. EON/Avacon zu leisten.

 

Der Ausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.