Vorlage - 1651/15

Betreff: Wirtschaftsplan 2008 für den Städtischen Regiebetrieb
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:EB 70 - Städtischer Regiebetrieb SRB Salzgitter   
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss SRB Beschlussvorbereitung
20.11.2007 
7. Öffentliche / nichtöffentlichen Sitzung des Werksausschusses SRB ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
28.11.2007 
12. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Wirtschaftsplan und die Stellenübersicht des Städtischen Regiebetriebes für die Zeit vom 01.01.2008 bis 31.12.2008 werden gem. Anlage zur Ratsvorlage 1651/15 beschlossen.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Wirtschaftsplan 2008 des SRB – allgemeine Entwicklung


Die allgemeine Entwicklung des SRB wird auch 2008 mit wenigen Ausnahmen stabil und positiv eingeschätzt.

 

In der Abfallwirtschaft ist durch Gewinn der Ausschreibung der LVP-Sammlung für den Vertragszeitraum 2008 – 2010, mit geplanter Einführung der freiwilligen Altpapiertonne im Holsystem für die Haushalte und der Neuausschreibung der Alttextilsammlung eine gute Basis für die Zukunft vorhanden. Leider wird diese Entwicklung getrübt, durch die weiterhin strittige Rechtslage in Sachen Abfallsortierung bei einer großen Wohnungsgesellschaft.

 

Durch Inbetriebnahme des Langzeitzwischenlagers auf der Deponie Diebesstieg werden mittelfristig Erlöspotentiale durch weiteres Stoffstrommanagement gesichert. Die Leerungsgebühren bleiben stabil und bei Anlieferung auf der Deponie gibt es für diverse Abfallarten Gebührensenkungen.

 

Bei der Straßenreinigung wird durch die Aktion „Salzgitter - sicher und sauber“ beginnend in 2007, ein weiterer Schwerpunkt gelegt. Durch diverse Aktionen des SRB, des Fachdienstes Ordnung und der Polizei soll hier die Öffentlichkeit stärker eingebunden und sensibilisiert werden.

 

Die weiteren Betriebssparten des SRB entwickeln sich 2008 normal. Die Betriebskostenerstattungen für den Bereich Grünpflege bleiben stabil und die der Straßenunterhaltung können reduziert werden. Hier sind die geplanten Optimierungen teilweise noch nicht abgeschlossen bzw. es zeigt sich, dass hier auch Grenzen erreicht sind, die vorerst keine großen Potentiale mehr erkennen lassen.

 

Die weiteren Gebührenbereiche Friedhöfe und Straßenreinigung zeigen 2008 stabile Gebühren.

 

 

2. Strategische Planung 2008

Der Rat der Stadt hat am 28.06.2006 das Leitbild der Stadt Salzgitter beschlossen. Den SRB betreffen u.a. die Verbesserung des Stadtbildes und der Wohnumfeldqualität, die Steigerung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, attraktive und saubere Innenstädte, nachhaltige Grünpflege und Verbesserung des Straßenzustandes. Diese Aspekte dienen als Basis für die strategischen Ziele des SRB der nächsten fünf Jahre.

 

Der Oberbürgermeister hat folgende strategische Prioritäten gesetzt:

 

·         Kinder- und familienfreundliche Stadt

·         Salzgitter die Lernstadt (Sanierung Schulen/Modernisierung des Bildungssystems)

·         Bürgerorientierte Dienstleistungen im Gemeinwesen Stadt Salzgitter

·         Haushaltskonsolidierung

 

Wo dies möglich ist, fließen die strategischen Ziele in die langfristigen Handlungsfelder und die konkreten Maßnahmen des SRB ein. Selbstverständlich gibt es daneben weitere Handlungsfelder des SRB, die zur betrieblichen Entwicklung verfolgt werden müssen.

 

·        Fortsetzung der Neustrukturierung des SRB bei Optimierung der Organisations- und Kostenstrukturen

 

·        Gebührenstabilität bei gleichzeitigem Ausbau des Dienstleistungsspektrums

 

·        Ganzheitliche Stadtbildpflege zum Erhalt bzw. zur Entwicklung eines attraktiven Wohnumfeldes mit hohem Freizeitwert und Stärkung der Position der Stadt Salzgitter als kinder- und familienfreundliche Stadt

 

·        Absicherung von im externen Wettbewerb zu vergebenden Aufträgen.

 

Grundlage zur Erreichung der strategischen Ziele ist weiterhin eine verlässliche Planbarkeit der finanziellen Ausstattung, soweit notwendig eine Absicherung durch politische Beschlüsse, eine ausreichende Entscheidungskompetenz der Werksleitung sowie stabile gesetzliche Rahmenbedingungen.

 

Die operativen Ziele zur Zielerreichung ergeben sich aus der Anlage 1.

 

 

3. Erfolgsplan 2008 – Plan-Gewinn- und Verlustrechnung

 

Der Erfolgsplan umfasst geplante

 

Aufwendungen und Erträge von 26.584.798 € (Vorjahr: 27.933.365 €)

 

und ist somit ausgeglichen.

 

Das Betriebsergebnis 2006 beeinflusst die Planung 2008 durch die Berücksichtigung entsprechender Überdeckungen in den Gebührenkalkulationen in Höhe von 1.217.676 € (Vorjahr: 1.663.967 €) und Unterdeckungen von 162.388 €. Unterstellt es treten alle Planannahmen ein, ergibt sich ein Jahresverlust in gleicher Höhe, der durch entsprechende Gewinnvorträge in der Bilanz ausgeglichen wird.

 

Der Planaufwand liegt um 1.348.567 € unter dem von 2007. Dabei machen die Personalkosten mit 10.998.600 € (Vorjahr: 11.106.184 €) mit 41,4 % neben den Aufwendungen für bezogene Leistungen (41,3 %) den größten Posten aus. Hierin sind das Betriebsführungsentgelt der EZS und die Kosten der Restabfallvorbehandlung mit rd. 8,9 Mio. € die größten Posten.

 

Ursache für die Planaufwandsreduzierung sind niedrigere Abschreibungen (- 497.843 €). Daneben sinken die Personalkosten um 107.584 €. Dazu kommen geringere Zinsaufwendungen und um 592.799 € niedrigere Aufwendungen für bezogene Leistungen.

 

In der Detailaufstellung zum „Materialaufwand“ und den „sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ zeigt sich die Verteilung dieser Aufwandsarten auf die einzelnen Sparten.

 

Zu den einzelnen Betriebssparten werden nachfolgend einige wichtige Aspekte aufgeführt. Bei den Bereichen Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Friedhöfe wird auch auf die Beschlussvorlagen zu den Gebührenkalkulationen 2008 verwiesen.

 

Abfallwirtschaft

 

Die Abfallwirtschaft ist nach wie vor von fehlenden Behandlungskapazitäten geprägt mit dem Zwang zur Zwischenlagerung der Abfälle. Durch Inbetriebnahme des Langzeitlagers für die BKB ist die EZS hier am Markt gut vertreten. Die immer mehr im Fokus stehende Verteuerung der Rohstoffe bietet Anreize, immer stärkere Verwertungsaktivitäten zu entwickeln, um der Nachfrage nach Sekundärrohstoffen gerecht zu werden. Dies wird auch von EZS und SRB gemeinsam praktiziert. Der Selbstkostenrichtpreis der EZS ist mit 5.908.655 € veranschlagt. Die Kosten der Deponie liegen etwas niedriger als für 2007 geplant. Gegen gerechnet werden kann eine Überdeckung aus 2006 in Höhe von 1.133.277 €.

 

Die Kostenstrukturen in den Bereichen der Logistik und den Betrieben gewerblicher Art unterliegen nur geringfügigen Schwankungen.

 

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, wird 2008 mit einem Rückgang des Abfuhrvolumens bei der Hausmüllabfuhr gerechnet. Durch Sortierung und Optimierung des Verfüllvolumens vor Ort werden seit 2007 weniger Behälter bereitgestellt. Die neuen Satzungsregelungen zu den Großbehältern haben zu einer vermehrten Abmeldung von Behältern geführt.

 

Straßenreinigung

 

Die geplanten Gesamtkosten liegen um rd. 62 T€ unter denen von 2007. Die Schwankungen über alle Kostenarten sind nach wie vor überschaubar. Als größte Position fallen Personalkosten in Höhe von 742.480 € an.

 

Entlastend wirkt 2008 eine Überdeckung aus 2005 in Höhe von 7.845 €. Der Überschuss aus 2006 soll erst 2009 eingestellt werden. Aufgrund der stabilen Kosten- und Erlössituation bedarf es 2008 keiner Gebührenanpassung.

 

Fuhrpark, Containerdienst und Werkstatt

 

Der Planaufwand 2008 liegt um 270.864 € über dem von 2007. Die weiter steigenden Kosten für Treibstoffe und erhöhte Aufwendungen für Ersatzteile und Reparaturen schlagen sich hier nieder. Gegenüber den Vorjahren ist die Erfassung der Kosten angepasst worden. Die Fahrzeuge aus Straßenreinigung und Müllabfuhr werden auch unter dem Fuhrpark erfasst.

 

Grünflächenpflege

 

Die Betriebskostenerstattung sinkt leicht auf 4.850.000 € (Vorjahr: 4.850.600 €). Die Abschreibungen auf Nachaktivierungen von Vermögensgegenständen entfallen in Höhe von rd. 300 T€ ab 2008. Die Personalkosten erreichen annähernd das Planniveau der letzten beiden Jahre. Erstmals werden die Kosten zweier neu eingerichteter Stellen für Baumkontrolleure eingestellt.

 

Daneben werden die möglichen Umsatzerlöse um rd. 168 T€ geringer eingeschätzt. Wie 2007 werden die Betriebskostenerstattungen für die Leistungen des SRB für den Eigenbetrieb 85 in Höhe von 755 T€ direkt zwischen den Eigenbetrieben abgerechnet.

 

Aufwandswirksame Sanierungen (z.B. Generalsanierung des Wegenetzes am Salzgittersee, Sanierung von Kinderspielplätzen) in Höhe von insgesamt 212 T€ werden aus bereits gebildeten Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung finanziert, so dass eine Belastung in 2008 entfällt. Mittelfristig ist allerdings mit einem Ansteigen der Betriebskostenerstattungen zu rechnen, da die Reserven aus Rückstellungen dann verbraucht sind.

 

Die Personalkosten sind mit 3.695.531 € nach wie vor der größte Aufwandsposten. Auch 2008 soll weiterhin mit Hartz-IV-Kräften gearbeitet werden, insbesondere im Bereich der Wildkrautbekämpfung im Rahmen von Nacharbeiten des Herbizideinsatzes. Ob erneut 30 ABM-Kräfte für ein halbes Jahr beschäftigt werden können, wird sich Anfang 2008 entscheiden.

 

Ziel ist es, den zur Zeit praktizierten Pflegestandard nicht noch weiter zu reduzieren. Weitere Einsparungen erscheinen vor dem Hintergrund der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, z.B. in Form der Baumkontrollrichtlinie, in Zukunft schwierig.

 

Friedhofswesen

 

Die Überdeckung aus dem Jahr 2006 in Höhe von 76.554 € wirkt 2007 entlastend. Die Plankosten belaufen sich auf 1.540.024 € (2007: 1.639.615 €). Es ergeben sich somit nochmals Einsparungen von über 100 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere bei Personal und Verwaltungsgemeinkosten ergeben sich die Reduzierungen. Der vom Haushalt zu tragende Anteil am öffentlichen Interesse sinkt auf 186.814 € (2007: 196.355 €).

 

Die Bestattungszahlen schwankten in den letzten Jahren in einer Bandbreite zwischen rd. 790 – 840 Fällen im Jahr. 2008 gibt es hierzu keine wesentlichen Veränderungen. Es wird von 815 Bestattungen ausgegangen.

 

Straßenunterhaltung

 

Die Betriebskostenerstattung für 2008 liegt bei 2.791.700 € (2007: 2.916.596 €). Hinzu kommt die Miete für die Nutzung des Betriebshofes am Korbmacherweg in Höhe von 96 T€, so dass sich 2.887.700 € als Gesamtsumme ergeben. Die Reduzierung um rd. 125 T€ ergibt sich zum einen aus geringeren Fahrzeug- und Gerätekosten, da durch betriebliche Optimierungen weitere Einsparungen realisiert werden können. Zum anderen sinken die Personalkosten, weil die Altersteilzeitfälle abgewickelt sind und die Zuführungen zu Rückstellungen entfallen.

 

Zum 01.09.2007 wurde die vakante Straßenmeisterstelle nach Ausschreibung wieder besetzt, so dass eine durchgängige Einsatzleitung wieder gewährleistet ist. Der Bereich ist nach wie vor durch einen überdurchschnittlichen Krankenstand geprägt. Durch Ruhestand und Altersteilzeit sind diverse qualifizierte Kräfte ausgeschieden.

Weitere strategische Überlegungen zu der Entwicklung des Bereiches Straßenunterhaltung sind notwendig, damit der Bereich leistungsfähiger agieren kann. Nach wie vor ist die Verringerung von Schnittstellenproblemen zur Streckenkontrolle des Fachdienstes Tiefbau anzustreben.

 

 

Leistungsplanung SRB 2008

 

Erstmals wird 2008 die Leistungsplanung ergänzt um Kostenkennzahlen. Dies ist für den Bereich Straßenunterhaltung allerdings noch nicht möglich, da hier erst ab 2007 nach einer neuen Kostenstellensystematik gebucht wird und die Informationen noch nicht ausreichen.

 

Die Abweichungen bei den Istzahlen im Bereich Grünpflege, ergeben sich daraus, dass die Leistungserfassung flächenbezogen durchgeführt wird und unterjährig nicht alle Flächen bearbeitet werden können, so dass sich über die Jahre Schwankungen ergeben.

 

Bei den Leistungen, die im Wettbewerb zu Dritten erbracht werden, wie z.B. LVP- und Altpapiererfassung wird auf die Abbildung von Kennzahlen verzichtet, um potentielle Konkurrenten nicht mit Informationen zu versorgen, die zukünftig zu Wettbewerbsnachteilen des SRB führen können.

 

Die Darstellung wird in Anlage 2 dem Wirtschaftsplan beigefügt.

 

 

4. Vermögensplan 2008

 

Hochdruckanlage Waschplatz

 

Die Hochdruckanlage ist veraltet und muss auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Hierfür sind 25 T€ eingestellt.

 

Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten

 

Der Investitionsbedarf liegt hier 2008 bei 780 T€. Die größten Posten sind für ein Müllfahrzeug (200 T€), eine Großkehrmaschine und eine Pritsche für die Straßenreinigung (180 T€) eingestellt. Weitere 400 T€ sind für diverse Fahrzeuge und Geräte des gesamten städtischen Fuhrpark angesetzt.

 

Müllbehälter und Papierkörbe

 

Der Ansatz von 265 T€ dient für Ersatzbeschaffungen auszusondernder Behälter bei der Müllabfuhr. Einen wesentlichen Anteil macht die Beschaffung von Altpapiertonnen für die geplante haushaltsnahe Sammlung aus. Weitere 15 T€ sind für Papierkörbe der Straßenreinigung vorgesehen.

 

Investitionen Grün- und Friedhofswesen

 

Im Bereich Grün sind unterteilt nach Einzelmaßnahmen Investitionen in Höhe von 337 T€ vorgesehen. Schwerpunkte liegen im Gutspark Flachstöckheim und bei der Bepflanzung der Humboldtallee. 125 T€ sind für die erforderliche Erstellung eines Baumkatasters vorgesehen.

 

Im Bereich Friedhöfe sind Investitionen von 15 T€ geplant für Urnengemeinschaftsanlagen. Diese sind über rückfließende Abschreibungsbeträge aus der Gebührenkalkulation finanziert.

 

Die verbliebenen Haushaltsreste für den Bereich Grün und Friedhöfe belaufen sich zur Zeit noch auf eine Gesamthöhe von 77.373 €. Bis auf das Projekt „Begrünung Fredenberg B 1“ (2010) werden alle Maßnahmen 2007 abgeschlossen bzw. sind schon abgearbeitet.

 

Straßenunterhaltung

 

Da dieser Bereich lediglich operativ im Auftrag des Fachdienstes Tiefbau und Verkehr tätig wird, sind keine Investitionen vorgesehen.

 

Gesamtinvestitionen des SRB in 2008

 

Für 2008 ergeben sich somit geplante Investitionen in Höhe von 1.536 T€. Kredittilgungen erfolgen in Höhe von 1.060.076 € (Vorjahr: 1.004.530 €). Im Saldo ergibt sich eine Erhöhung des Nettogeldvermögens um 162.093 €.

 

 

5. Kassenkredite und Liquidität

 

Wie in den Vorjahren sind Kassenkredite und langfristige Kreditaufnahmen nicht erforderlich, da durch entsprechenden Mittelzufluss der Stadt die Liquidität und die investive Summe gesichert ist. Die Betriebskostenerstattungen werden in monatlichen Raten an den SRB ausgezahlt.

 

Die aus den Gebührenbereichen resultierenden Liquiditätsüberschüsse werden der Stadt als Kredit zur Verfügung gestellt und entsprechend verzinst. Eine Vermischung mit dem Finanzbedarf für nach wie vor hoheitliche Bereiche ist gebührenrechtlich nicht zulässig.

 

 

6. Personalplanung und Stellenübersicht

 

Die Stellenübersicht 2008 weist inklusive drei Stellen für Auszubildende insgesamt 308 Planstellen aus. Damit bleibt die Gesamtzahl der Planstellen gegenüber 2007 unverändert. Zu beachten ist, dass die 55 Planstellen für Saisonkräfte als ganze Stellen ausgewiesen werden, jedoch lediglich ein vertraglicher Anspruch auf 80 % der regelmäßigen Wochenarbeitszeit einer Vollzeitkraft für 6 Monate im Jahr besteht. Die 308 Planstellen setzten sich wie folgt zusammen:

 

4 Beamte (davon besetzt zum 30.06.07: 3).

301 Personen, die aufgrund eines Vertrages beschäftigt werden (davon besetzt zum 30.06.07: 272).

3 Nachwuchskräfte (davon besetzt zum 01.10.2007: 3).


Innerhalb der Stellenübersicht hat es aufgrund von Neubewertungen bzw. geänderten Funktionsbezeichnungen Änderungen gegeben. Hinzuweisen ist auf eine 40 % Freistellung einer Planstelle für den Dienststellenpersonalrat des SRB. Diese Freistellung ist vorerst für die Dauer der Wahlperiode des Personalrates befristet.

 

Durch Umwandlung von vorhandenen Stellen werden zwei Gärtnerstellen für die Baumkontrolle geschaffen. Die regelmäßige Baumkontrolle ist zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht unerlässlich. Mit den neuen Stellen soll die von einer Expertenkommission erarbeitete Baumkontrollrichtlinie umgesetzt werden. Die Richtlinie gibt je nach Alter des Baumes unterschiedliche Kontrollintervalle und Intensitäten vor. Daraus ergeben sich auch umfangreiche Dokumentationspflichten. Diese differenzierte Herangehensweise erfordert eine besondere Qualifikation der Baumkontrolleure.

 

Alle Änderungen sind nachstehend dargestellt:

 

Anzahl Stellen

Funktionsbezeichnung alt

Tarif alt

Funktionsbezeichnung neu

Tarif neu

Erläuterung

1

Werksleiter

15 Ü

Werksleiter

AT

Bedingt durch Überleitung TVöD

1

Handwerker

02 Ü

Handwerker

04

Neue Bewertung

1

Handwerker

05

Handwerker

06

Neue Bewertung

1

Handwerker und Kraftfahrer

05

Handwerker und Kraftfahrer

06

Neue Bewertung

1

Gärtner

07

Freigestellte Dienstkraft

07

Freistellung f. Dienststellenpersonalrat

1

Fahrer und Gartenarbeiter

04

Gärtner

07

Stelle für Baumkontrolle

1

Gartenarbeiter

03

Gärtner

07

Stelle für Baumkontrolle

1

Gartenarbeiter

03

Gärtner

05

Kompensation für Freistellung

1

Fahrer

04

Gärtner

05

Mehrbedarf Grünpflege


Die Stellenübersicht unterscheidet sich im Vergleich zu 2007 dadurch, dass die Muster für die Stellenpläne mit dem Ausführungserlass zur Gemeindehaushalts- und -kassenverordnung (GemHKVO) leicht modifiziert wurden. So wird nicht mehr zwischen Angestellten und Arbeitern unterschieden. Diese Stellen sind in einem gemeinsamen Plan als Personen, die aufgrund eines Vertrages beschäftigt sind, zusammengefasst. Die Stellen für die Nachwuchskräfte sind im Anhang dargestellt.

 

Für 2008 wird insgesamt von Personalkosten in Höhe von insgesamt 10.998.600 € ausgegangen. Dies sind 107.584 € weniger als in 2007 eingeplant wurden. Hier macht sich auch die Entgeltstruktur des neuen TVöD bemerkbar, da die „Einstiegsgehälter“ niedriger als bisher sind. Die Verteilung auf die einzelnen Bereiche zeigt nachfolgende Aufstellung:

 

Bereich

Ist 2004

in €

Ist 2005

in €

Ist 2006

in €

Plan 2007

in €

Plan 2008

In €

Abfallwirtschaft

2.202.043

2.204.068

2.008.224

2.309.100

2.231.360

Straßenreinigung

730.883

790.224

750.314

815.700

742.480

Fuhrpark

776.150

791.951

957.133

791.861

813.500

Friedhöfe

892.876

918.152

851.033

806.677

766.819

Grünflächen

3.501.484

3.441.184

3.211.265

3.701.300

3.695.531

Straßenunterhaltung

1.816.630

1.774.684

1.753.697

1.980.246

1.941.160

Zentrale Einrichtungen

588.308

655.978

682.024

701.300

807.750

Gesamtsumme

10.531.005

10.576.241

10.213.690

11.106.184

10.998.600

 

Für die 2008 anstehenden Tarifverhandlungen sowie die Auswirkungen der zum 01.10.2007 sich erhöhenden Entgeltstufen und dem Strukturausgleich (für die ehemaligen Angestellten) wurde eine Tarifsteigerung von 3 % berücksichtigt.

 

Flexibilität in der Personalwirtschaft bleibt für den SRB eine zentrale Voraussetzung für ein erfolgreiches Agieren und das Aufrechterhalten der betrieblichen Abläufe. Durch die Ratsentscheidung im April 2007 zur Kompetenzübertragung ist ein optimaler Grad an personalwirtschaftlicher Flexibilität erreicht worden.

 

 

7. Verbindungen zum städtischen Haushalt 2008

 

Die Verbindungen des SRB zum städtischen Haushalt ergeben sich aus den Betriebskostenerstattungen für die Bereiche Grün von 4.850.000 € und Straßenunterhaltung von 2.887.700 €. Daneben erfolgen Erstattungen im öffentlichen Interesse bei der Straßenreinigung (25 % der gebührenfähigen Kosten) in Höhe von 447.022 € und in Höhe von 186.814 € bei den Friedhöfen (15 % der gebührenfähigen Kosten). Für das Aktionsprogramm „Saubere Umwelt, saubere Stadt“, in dem die Hartz IV-Kräfte eingesetzt werden, erfolgt eine Kostenerstattung in Höhe von 55.000 €.

 

Aus dem Cashmanagement durch Überlassung von Liquiditätsüberschüssen als inneren Kredit ergeben sich zugunsten des SRB geplante Zinserträge in Höhe von 750.000 €. Für gewährte Kredite zahlt der SRB in 2008 621.167 € Zinsen und 1.060.076 € Tilgung an die Stadt.

 

Weiterhin erstattet der SRB für die Inanspruchnahme interner Dienstleistungen, wie z.B. Personalbetreuung, zentrale Steuerung, Stadtkasse usw., in 2008 767.340 € an den Haushalt der Stadt. Im Rahmen einer Eigenkapitalverzinsung werden 55.000 € an die Stadt ausgeschüttet.

 

Daneben gibt es vielfältige Erstattungen, z.B. für Müllabfuhr, Abfallentsorgung und sonstige Dienstleistungen des SRB (Fahrzeug- und Gerätegestellung), von anderen Fachdiensten an den SRB. Teilweise bestehen hierzu Kontrakte, z.B. für Spielplatzkontrolle mit dem Fachdienst Jugend.

 

 

8. Zusammenfassung

 

Die Entwicklung der Betriebskostenerstattungen zeigt, daß Einsparungen durch Ausnutzung von Synergieeffekten gegriffen haben. Es zeichnet sich aber auch ab, dass hier an Grenzen gestoßen wird, weil personalintensive Dienstleistungen betroffen sind. 41,4 % der Aufwendungen entfallen auf den Bereich Personal. Es wird auch in 2008 ein Schwerpunkt sein, die Prozesse weiter zu optimieren.

 

Positiv ist die Gebührenstabilität in allen Bereichen. In der Abfallwirtschaft ist dies bereits die vierte Kalkulationsperiode. In dieser Entwicklung spiegelt sich auch die betriebswirtschaftliche Stabilität des SRB wieder. Gute Ergebnisse der Vorjahre spiegeln sich in den Kalkulationen wieder.

 

 

Salzgitter, im September 2007

 

gez. Dietrich Leptien

 

(Werksleiter SRB Salzgitter)

 

Anlagen:

Anlagen:

-Strategische Planung

-Wirtschaftsplan 2008

-Stellenübersicht 2008

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Strategische Planung 2008 (22 KB)      
Anlage 3 2 öffentlich Leistungsarten für Wirtschaftsplan 2008 (18 KB)      
Anlage 2 3 öffentlich Wirtschaftsplan SRB 2008 (69 KB)