Vorlage - 1812/15

Betreff: Jugendtreff "Kreml" - Bereich Neu-Fredenberg
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:51 - Fachdienst Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss nachrichtlich
15.11.2007 
8. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt

Mitteilung:

 

Mitteilung:

 

Zwischen der Stadt Salzgitter und der Ev-luth. Propstei wurde am 10. Mai 2005 eine Vereinbarung über den Betrieb des städtischen Jugendtreffs „Eisenbahnwaggon“ (später„Kreml“ genannt) geschlossen, die den Vertrag über den Betrieb des Jugendzentrums „d7“ vom 2. Januar 2002 ergänzte. Nach dieser Vereinbarung gewährt die Stadt einen Zuschuss zu den Kosten dieses Jugendtreffs in Höhe von 8.340 Euro (Honorarkosten: 6.840 Euro; Sach- und Geschäftsbedarf: 1.500 Euro).

 

Diese Vereinbarung hat die Propstei fristgerecht zum Ablauf des 31. Dezember 2007 gekündigt, verbunden mit der Absicht, eine neue Vereinbarung zu schließen, die den seitens der Propstei wahrgenommenen Bedarf besser absichert (vgl. auch Berichterstattung in der „Salzgitter-Zeitung“ vom 7. Nov. 2007).

 

Der Jugendtreff „Kreml“ wird derzeit an fünf Tagen durch zwei Erzieherinnen begleitet, die im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) jeweils 20 Std./wöchentlich tätig sind. Die derzeit bewilligte ABM läuft zum 31. Januar 2008 aus. Eine Verlängerungsoption bis zum 31. Juli 2008 besteht, sofern eine verbindliche Zusage eines Einstellungsträgers auf Übernahme der Beschäftigten abgegeben wird. Der Antrag auf weitere Förderung ist bereits seitens der Propstei gestellt. .

 

Fachlich besteht kein Zweifel daran, dass das Angebot eines offenen Treffpunktes für junge Menschen im Alter bis zum 18/19 Jahren im Einzugsbereich Neu-Fredenberg erforderlich und sinnvoll ist. Die Begleitung sollte durch (sozial-) pädagogische Fachkräfte (Erzieher/innen, Sozialpädagog/inn/en oder Dipl.-Pädagog/inn/en resp. Pädagog/inn/en M. A.) auf der Grundlage von mind. 75% (besser 100%) der wöchentlichen Arbeitszeit erfolgen. Die derzeit auf ABM-Basis tätigen Erzieherinnen leisten im Stadtteil anerkannte Arbeit; fachlich würde daher eine weitere Tätigkeit dieser beiden sozialpädagogischen Fachkräfte begrüßt werden.

 

Grundsätzlich ergeben sich – neben dem gänzlichen Verzicht auf die Einrichtung (eine Alternative, die nicht ernsthaft verfolgt werden kann) – derzeit zwei Handlungsoptionen für die Stadt Salzgitter:

 

  1. Fortführung in Trägerschaft der Propstei oder
  2. Fortführung in kommunaler Trägerschaft

 

Zu 1.: Auf der Basis des kirchlichen Tarifvertrages ergeben sich bei Beschäftigung der beiden Erzieherinnen (Rechnungsmodell: 100% der wöchentlichen Arbeitszeit) 2008 voraussichtliche Personalkosten in Höhe von ca. 37.300 Euro; hinzuzurechnen sind Pauschalen für Sachbedarf (1.200 Euro) und Geschäftsbedarf (300 Euro), woraus sich ein Gesamtbetrag in Hohe von ca. 38.800 Euro ergäbe (bei 75%: ca. 29.500 Euro). Unterstellt, dass bis zum 31. Juli 2008 die Personalkosten im Rahmen der ABM-Finanzierung getragen werden, verblieben 2008 voraussichtlich Personalkosten in Höhe von ca. 15.600 Euro (bei 75%: 11.700 Euro) zzgl. der Pauschalen, mithin 17.100 Euro. (bei 75%: ca. 13.200 Euro) Gegenüber der bisher gültigen Vereinbarung (Zuwendung: 8.340 Euro) ergäben sich damit 2008 Mehrkosten in Höhe von ca. 8.760 Euro (bei 75%: ca. 4.860 Euro).

 

zu 2.: Auf der Basis des TVöD ergeben sich bei Beschäftigung der beiden Erzieherinnen (100% der wöchentlichen Arbeitszeit) 2008 in städtischer Trägerschaft Personalkosten in Höhe von ca. 34.400 Euro sowie analoge Aufwendungen für Sach- und Geschäftsbedarf in Höhe von insg. 1.500 Euro, mithin in der Summe ein Gesamtbetrag in Hohe von ca. 35.900 Euro (bei 75%: ca. 28.500 Euro). Unter Berücksichtigung der ABM-Finanzierung bis zum 31. Juli 2007 verblieben 2008 voraussichtlich Personalkosten im Zeitraum August bis Dezember in Höhe von ca. 14.400 Euro (bei 75%: ca. 10.800 Euro) zzgl. der Mittel für Sach- und Geschäftsbedarf (1.500 Euro), mithin 15.900 Euro (bei 75%: ca. 12.300 Euro). Gegenüber der bisher gültigen Vereinbarung ergäben sich damit 2008 Mehrkosten in Höhe von ca. 7.560 Euro (bei 75%: ca. 3.960 Euro).

 

Ab 2009 wäre von jährlichen Gesamtkosten von ca. 38.800 Euro bei kirchlicher bzw. ca. 35.900 Euro bei städtischer Trägerschaft (zzgl. derzeit nicht abzuschätzender tariflicher Anpassungen) auszugehen.