Vorlage - 1859/15

Betreff: 380.000 Volt- Trasse Wahle-Mecklar
Klage gegen Höchstspannungs-Freileitungen in Salzgitter
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag Gruppe LAS/Grüne
Federführend:Ratsgruppe LAS/Grüne   
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss nachrichtlich
Rat der Stadt Salzgitter nachrichtlich
28.11.2007 
12. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter abgelehnt   

Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Rat möge beschließen, dass die Stadt Rechtsmittel gegen Höchstspannunsleitungen einlegt, für den Fall einer oberirdischen Streckenführung durch das Salzgittergebiet oder direkt an der  Stadtgrenze.

Begründung:

Die E.ON Netz GmbH plant Freileitungen eines Teilabschnittes der 380.000 Volt-Trasse Wahle-Mecklar durch das Salzgittergebiet.

Der Rat muss eindeutig Stellung beziehen, welches Verfahren er anwendet, wenn die E.ON Netz GmbH oberirdische Höchstspannungsleitungen im Salzgitteraner Stadtgebiet errichtet.

Viele Argumente sprechen gegen Freileitungen:

1.    Freileitungen gefährden die Gesundheit von Menschen durch den so genannten „Elektrosmog".

2.    Freileitungen erfordern langfristig höhere Wartungs- und Reparaturkosten. Auch die Kosten für eine höhere Energieproduktion treiben die Gesamtkosten in die Höhe. Der Wertverlust von Immobilien und Einbußen für den Tourismus gehen einseitig zu Lasten der Bevölkerung.

3.    Freileitungen widersprechen den Klimaschutzbemühungen. 10-20 % der einge­speisten Energie gehen bei dieser Leitungsart auf dem Transport verloren.         Folge: Erhöhung des Ausstoßes an Kohlendioxid durch Mehrproduktion.

4.    Freileitungen zerstören die regionale Umwelt und Landschaft. Sie verschlingen rund          15 Mal mehr Fläche als Erdkabel, das Landschaftsbild wird zerschnitten und Waldflächen werden geopfert.

5.    Freileitungen stoßen in der Bevölkerung auf großen Widerstand. Riesige Strom­masten vor der Haustür wünscht sich niemand. Folge sind langwierige Klageverfahren.

6.    Freileitungen sind Unwettern ausgesetzt, was in der Vergangenheit zu Zerstörungen geführt hat.

 

Der Antragsteller, die Ratsgruppe LAS/Grüne ist nicht grundsätzlich gegen eine Höchst-         spannungsleitung. Diese sollte aber unbedingt unter die Erde verlegt werden. Die Ratsgruppe schließt sich damit den Forderungen der niedersächsischen Bürger­initiativen für eine Erdver-legung von Höchstspannungsleitungen an und unterstützt jeden Gesetzesantrag im niedersächsischen Landtag, welcher die Erdverkabelung in Niedersachsen gesetzlich ermöglichen soll.